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Di., 21. Dezember 2021, 14:05 Uhr
Black Belt: Schulmeisterschaften unter strengen Corona-Regeln / Kinder und Jugendliche stark motiviert
„Gleichheit, Fairness und Empathie“
Die Frage, die sich Dana Ulrich und Uwe Mandler als verantwortliche Leiter der Black Belt-Kampfkunstakademie stellen mussten, war: „Wie können wir es leisten, alle Schülerinnen und Schüler nacheinander zu bewerten, ohne das sich zu viele Menschen in unseren Halle befinden“.
Teilnehmen konnte so man nur mit tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest. Des Weiteren konnten die Kinder nur von einer Bezugsperson begleitet werden, die nach der 2G-Plus-Regel Einlass fanden.
Ein genau getakteter Programmablauf war dann entscheidend dafür, dass alles reibungslos verlief. Sich an die konsequenten Vorgaben zu halten, sind die Schüler- und Elternschaft vom täglichen Ablauf in der Black Belt-Kampfkunstakademie bekannt und stellte kein Hindernis da. Schon im Vorfeld war die Motivation der Kinder und Jugendlichen zu spüren.
In der Drachenherzklasse der 3- bis 6-Jährigen krönten ihren wochenlangen Einsatz: Mark Detler, 5 Jahre, gewann den 1. Platz beim Belt Fight, Oscar Keller, 5 Jahre, gewann die Formen, Ella Rauter, 4 Jahre, gelang es sogar, ihre Formen- und Belt Fight-Kasse zu gewinnen.
Zum ersten Mal standen Leni Garbe, 5 Jahre, und Renad Al Melaji, 5 Jahre, sowie Marlene Steck, 4 Jahre, vor einem Kampfgericht und holten sich gleich Medaillen ab. Leni gewann Silber, Marlene und Renad Bronze. Der Stolz in den Augen der Teilnehmenden war nicht nur zu sehen, er erfüllte auch den gesamten Raum.
Kinder angemessen zu fördern und zu fordern sind die zentralen Aufgaben als Budosport-Pädagoginnen und -Pädagogen. Sich dann die Medaillen abzuholen, ist alleine Sache des Kampfkunstschülers bzw. der -schülerin.
„Wir haben oft erlebt, dass das alleinige ,zur Verfügung stellen’ von Herausforderungen ausreicht, um Leistungen abzurufen, die man sich am Anfang nicht vorstellen konnte“ so Uwe Mandler.
Farbgurte kommen alleine zu recht
Bei den höheren Farbgurt-Klassen waren dann keine Begleitpersonen mehr anwesend und so konzentrierten sich die Schülerinnen und Schüler alleine auf ihre Aufgaben. Bemerkenswerten Leistungen zeigten jeweils mit ersten Plätzen: Leon Römer, 7 Jahre; Tim Storzum, 14 Jahre; Aaron Weber, 11 Jahre; Michelle Brem, 8 Jahre; Leander Deubert, 9 Jahre; Conner Endler, 7 Jahre; Alexander Erlin, 10 Jahre; Samuel Elvers, 12 Jahre; Noelle Gutperle, 12 Jahre; Felix Rauter, 6 Jahre; Jean-Luca Marte, 10 Jahre; und Linus Listmann, 11 Jahre.
Optimale Prüfungsvorbereitung
In den Jugend- und Erwachsenen-Klassen wurden die Leistungen besonders unter Augenschein genommen, standen doch im Dezember Budo Taekwondo-Prüfungen an und jeder der Prüflinge nutzte die Chance sich entsprechend zu zeigen. Hier ging es nicht nur um Medaillen, sondern um die Form, sein Können unter Wettkampfbedingungen optimal zu demonstrieren, um gegebenenfalls nach justieren zu können. Ab Blaugurt bekamen dann die Schülerschaft noch die Möglichkeit, eigene Kampfrichtererfahrung zu sammeln.
Pointfighting mit Gastschule
Als letztes standen dann die Pointfighting-Wettbewerbe auf dem Programm. Zehn Kämpfer einer Gastschule machten dann den Wettkampfnachmittag noch einmal spannend. Hierbei ging es um einen respektvollen und fairen Umgang sowie die Weiterbildung der Kampfrichter. Alles in allem konnte jeder was für sich und seinen ganz eigenen Kampfstil mit nach Hause nehmen. Die Erstplatzierten demonstrierten, dass sie in der Lage waren, das Gelernte punktgenau umzusetzen. 1. Plätze: Daniel Mangold, 18 Jahre; Johannes Knab, 18 Jahre; Ina Rohwer, 17 Jahre; Lena Wittemer, 11 Jahre.
„Kindern und Jugendlichen wie auch deren Eltern ist schwer zu vermitteln, wie man z.B. im Fußball mit den Corona-Regeln umgeht“, stellt Uwe Mandeln fest. Gerade der Profifußball, der als Vorbild vieler Jugendlichen gelte, habe sich nicht nur „selbst ausgehebelt, sondern zeigt deutlich wie lasch die Politik handelt“. Politische freiheitliche demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen müsse Konsequenzen beinhalten, so Mandler. „Gleichheit, Fairness und Empathie muss nicht nur auf dem Trikot stehen, sondern real, klar und vor allem echt gelebt werden“. Genau dies werde bei Black Belt als budosport-pädagogischer Einrichtung versucht.
Kampfszene aus der Bo Combat Klasse der Blau- und Rotgurte.