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  • Di., 04. Juli 2017, 14:49 Uhr
    Stadtrat beauftragt Verwaltung nach Grillflächen in der Nibelungenstadt zu suchen Naturschutz und Lärm als Hindernis

    Grillplätze in Worms gesucht

    Grillen gehört im Sommer zu den großen Leidenschaften derWormser. Die Frage ist nur, wo kann man dies tun? Foto: fotolia / nd3000


    Von Gernot Kirch Wer ein Häuschen besitzt, hat es gut, denn dort, auf der Terrasse oder im Garten, kann er im Sommer den Grill anwerfen und leckere Steaks auf den Rost legen. Aber was macht derjenige, der in einer Mietwohnung zuhause ist und keinen Balkon hat oder auf diesem nicht grillen darf. Ihm bleibt in Worms nur die Wahl, eine der beiden Grillhütten anzumieten oder „wild“ zu grillen. Mit den Grillhütten ist es etwas schwierig, denn es gibt in Worms nur zwei, eine in Pfeddersheim und eine in Horchheim. Und diese sind rasch ausgebucht, zudem macht die Anmietung nur Sinn, wenn es sich um eine größere Gruppe oder gar einen Verein handelt. Auch möchte sich nicht jeder ein halbes Jahr im Voraus festlegen, wann er grillen darf. Auch kann das Wetter einen Strich durch alle Planungen machen.

    Grillen am Rhein

    Die Folge ist besonders an der Sandbank am Rhein oder in Rheindürkheim, dass dort an warmen Sommertagen wild gegrillt wird. Was zwar eigentlich verboten ist, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, aber kein großes Problem wäre, würden am nächsten Morgen nicht Berge von Müll übrig bleiben. Das Fehlen geeigneter Grillflächen, etwa auch in öffentlichen Parks, war nun Anlass für eine Aussprache im Wormser Stadtrat. Die SPD und die CDU hatten dazu am vergangenen Mittwoch einen gemeinsamen Antrag eingebracht.

    Verwaltung beauftragt

    Der Grundtenor der Ratsmitglieder war positiv, doch wurde die Verwaltung zunächst erst einmal beauftragt, geeignete Flächen in Worms zu identifizieren. Vorbild für solche Grillwiesen könnte Frankfurt oder Mainz sein, wo es solche Plätze gibt. Die Stadt Mainz bietet etwa auch entsprechende Grillroste an, die gemietet werden können. In Mainz werden auch sogenannte Grillscouts eingesetzt, die die Flächen kontrollieren. Oberbürgermeister Michael Kissel schlug in der Diskussion vor, dass man an einem Platz ausprobieren könne, wie es funktioniert. Wobei als die zwei Knackpunkte Lärm und Müll von einigen Ratsmitgliedern thematisiert wurden. Wie bei so vielen strittigen Punkten sei mit der entsprechenden Rücksichtnahme auf andere auch das Grillen eigentlich kein Problem.

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