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  • Mi., 20. November 2013, 17:07 Uhr
    Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung feiert das Wormser Klinikum sein 125. Jubiläum

    „Großer Bahnhof” zum 125. Geburtstag

    Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Alexander Schweitzer hielt eine der Festreden. Foto: Gernot Kirch


    VON GERNOT KIRCH Der Mozartsaal im WORMSER stand am Dienstagabend ganz im Zeichen der Festlichkeiten aus Anlass des 125 jährigen Jubiläums des Wormser Klinikums. Für 18 Uhr hatten die Verantwortlichen zu einer akademischen Feier eingeladen. Zunächst stand ein kleiner Sektempfang auf der Tagesordnung. Neben 220 Gästen aus der Stadt und der Region konnte als besonderer Ehrengast der Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, begrüßt werden.

    Im Rahmen der sehr stilvollen Feier wurde deutlich, dass das Klinikum natürlich in erster Linie für die medizinischen Versorgung der Bürger verantwortlich ist, es sich darüber hinaus aber längst zu einer sehr geschätzten Wormser Institution als Arbeitgeber, Forschungsstandort und Ausbildungseinrichtungen entwickelt hat. Ja, man kann sogar sagen, es handelt sich um eine Art Wahrzeichen der Nibelungenstadt mit einer großen Strahlkraft in die gesamte Region hinein.

    Die große Festrede zu  Beginn des offiziellen Teils hielt Oberbürgermeister Michael Kissel. Er ließ dabei die letzten 125 Jahre von den Anfängen bis zur Gegenwart noch einmal Revue passieren. So wurde im Jahr 1988 das Wormser Krankenhaus mit damals rund 140 Betten auf dem Areal in Betrieb genommen, auf dem es bis 1981 seien Standort haben sollte.  Heute ist dort der Hans-Dörr-Park.

    Schwierige Kriegsjahre
    Im Jahr 1913 wurde die Innere Klinik als separater Bereich des Krankenhauses eingerichtet. Während des Ersten Weltkrieg diente ein Teil des Hauses als Lazarett. In den politischen Wirren der Nachkriegszeit mit der schweren Rezession war zunächst an eine Fortentwicklung des Hauses nicht zu denken. Im Jahr 1938 feierte man schließlich das 50jährige Jubiläum. In diesem Zeitrum wurden auch erste Erweiterungsbauten, Aufstockungen und Sanierungen in der Bausubstanz durchgeführt. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges lag die Krankenhausversorgung der Stadt Worms am Boden. Neben der Instandsetzung der zerstörten Substanz kam es in der Folgezeit auch zu Neubauten auf dem alten Krankenhausgelände.

    Neubau auf der Herrnsheimer Höhe
    Die Zeit von 1946 bis 1970 lässt sich als eine Periode der Diskussionen hinsichtlich eines Neubaus umschreiben. Im Jahr 1976 war es endlich soweit und auf der Herrnsheimer Höhe konnte der Grundstein für das neue Stadtkrankenhaus gelegt werden. Nach Fertigstellung der Schwesternwohnhäuser und des Parkdecks erfolgte im Juni 1981 die Inbetriebnahme mit 538 Betten.

    Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts hat sich das Stadtkrankenhaus stetig weiter entwickelt. Die Patientenzahlen sind unentwegt angestiegen. Im alten Haus wurden 1980 rund 11.000 Patienten stationär behandelt, im neuen Haus waren dies im Jahr 1983 bereits 13.000 und heute sind es jährlich 26.000 Patienten.

    Die Anzahl der Vollbeschäftigten lag 1982 bei 592 Vollkräften, aktuell umfasst der Stellenplan rund 1.000 Vollzeitstellen, das sind insgesamt, unter Berücksichtigung der Teilzeit, 1.400 Beschäftigte. Auch im Umsatz hat sich in dieser Zeit einiges getan, waren es 1982 noch 23 Millionen Euro, beläuft sich der heutige Umsatz beläuft sich über 80 Mio. Euro bei alleine 60 Millionen Euro an Personalkosten (im Jahr 1982 waren dies noch 15,6 Mio. Euro).

    Zum Abschluss seiner Rede richtete Oberbürgermeister Michael Kissel zwei Wünsche an Minister Alexander Schweitzer. Der erste Wunsch bezog sich darauf, dass die Neurologie als Hauptfachabteilung anerkannt wird. Der zweite Wunsch war die Unterstützung beim Anbau bzw. Neubau an die Kinderklinik für ein Mutter-Kind-Zentrum.

     Entwicklung geht weiter
    Gesundheitsminister Alexander Schweitzer würdigte und lobte die Arbeit, die im Wormser Klinikum geleistet wird und nahm die Wünsche des Oberbürgermeisters auf. So gehe es beim Ausbau der Kinderklinik nicht mehr um das „Ob”, sondern  nur noch um das „Wie”. Worte, für die der Minister großen im voll besetzten Mozartsaal Applaus erntete. Alexander Schweitzer mahnte aber auch vor den Herausforderungen wie einem Ärzte- und Fachkräftemangel.

    Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Redebeiträge von Friedrich Haas, dem Geschäftsführer des Wormser Klinikums, sowie von Prof. Dr. Thomas Hitschold, dem Ärztlichen Direktor, und von Brigitte Ahrens-Frieß, der Pflegedirektorin.

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