Stelzenbau in der Karmeliter-Realschule plus bezogen / Gesamtinvestition von 11,5 Mio. Euro in Schulstandort / Mensa und Außengelände zum neuen Schuljahr fertig / Generalsanierung des Hauptgebäudes nächster Bauabschnitt
Große Akzeptanz auch unter den Schülern
Anlässlich des Bezugs des fertiggestellten Stelzenbaus informierten die Verantwortlichen von Schule und Verwaltung über den Stand der Sanierung und die weitere Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen. Von links: Marcus Nessel, Schulverwaltung, Christian Diehl, Personalrat, Thomas Alsleben und Alexander Mehlmann, Projektverantwortliche der Stadt, Uwe Franz, Baudezernent, Günter Barth, Schulleiter Karmeliter-Realschule plus. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Der Schulstandort Worms gewinnt weiter an Profil. Obwohl die Bau- und Sanierungsarbeiten an der Karmeliter-Realschule plus weiter in vollem Gange sind und die Generalsanierung mit Aufstockung des Hauptgebäudes noch ansteht, konnte mit dem Bezug des fertiggestellten Stelzenbaus ein weiterer Abschnitt abgeschlossen werden, um dem erhöhten Platzbedarf in der Goethestraße gerecht zu werden. Die neue Mensa, für 136 Schüler im Schichtbetrieb konzipiert, soll inklusive weiterer Funktionsräume bis zum Beginn des kommenden Schuljahres in Betrieb gehen. Dann sind auch die Außenanlagen fertig gestaltet.
Ein Vorzeigeprojekt für den Schulstandort
2,8 Millionen Euro an Mitteln wurden bereits verbaut. 2,4 Millionen sind beantragt. Insgesamt werden 11,5 Millionen Euro in die grundlegende Sanierung investiert. Davon trägt das Land 4,4 Millionen Euro. „Ein Vorzeigeprojekt für den Schulstandort”, so Baudezernent Uwe Franz am Mittwoch bei der Begehung der neuen Räumlichkeiten. Rektor Günter Barth zeigte sich ebenfalls hoch erfreut über die neuen Klassensäle, das moderne Erscheinungsbild. „Ein Pluspunkt für unsere Schule”, erklärt Barth, dass die Modernisierungsmaßnahmen neben den schulischen Angebot durchaus ein Kriterium für die Schulwahl gewesen sei. 96 Anmeldungen liegen für das neue Schuljahr mit einer vierzügigen 5. Klasse vor. Damit sind die Kapazitäten erschöpft. „Mehr geht nicht”, das bezieht Günter Barth auch auf die neue Lernatmosphäre für die insgesamt 702 Schüler. Die Hälfte ist bis zur vollständigen Sanierung noch in der früheren Staudinger-Hauptschule untergebracht. „Aber bald sind alle zurück”, ergänzt Barth mit Blick auf das Schuljahr 2017/18.
Voll im Zeit- und Kostenplan
„Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan”, erörterte Alexander Mehlmann, der zusammen mit Thomas Alsleben für das Bauamt der Stadt vor Ort das Projekt leitet. Genau zwei Jahre habe die Realisierung des Stelzenbaus in Anspruch genommen. Die Arbeiten für die Außenanlage starten am 2. Mai. Dann stehe die Sanierung des Hauptgebäudes, Baujahr 1877, an. Parallel zum laufenden Unterricht entstehe ein neues Geschoss mit 10 neuen Klassenräumen und einer Bibliothek. Historisch sei allerdings nur noch die Fassade. Nach dem Weltkrieg erfolgte, bedingt durch Brandbombenschäden, eine erste Sanierung. Statische Probleme oder bauliche Mängel wie jüngst an der Ernst-Ludwig-Schule, könne man nach den Voruntersuchungen ausschließen, erläutert Mehlmann.
Schüler achten auf Sauberkeit
Auch von der Fläche her erfülle die Schule gemessen an der Schülerzahl sämtliche Anforderungen. „Eine Erweiterung ist nicht möglich, aber wir können die Aufenthaltsqualität optimieren”, ergänzt Baudezernent Uwe Franz. Zusammen mit Schulleiter Günter Barth zeigt er sich besonders erfreut darüber, dass die Schüler die neuen Räume annehmen. Mehr noch: „Die Schüler achten darauf, dass alles sauber bleibt!” Dafür nehmen die Pennäler der Klassen gerne auch den Weg ins BIZ oder demnächst wieder in die Nikolaus-Doerr-Halle zum Sportunterricht in Kauf. Und die Übergangslösung in mobilen Wohneinheiten im Hof während der Sanierung des Hauptgebäudes unterrichtet zu werden.
Christian Diehl vom Personalrat der Schule freut sich, dass durch die angenehmere Luft auch die gesundheitlichen Aspekte verbessert werden. Zudem würden durch den Erhalt der schattenspendenden Bäume im Hof Schüler und Lehrer in der warmen Jahreszeit profitieren. Mit Abschluss der Sanierungsmaßnahmen werde die Schule sicher auch für Kollegen attraktiver, so Diehl, der darauf setzt, dass die Verdichtung des Schulraums durch eine kindgerechte Umgestaltung kompensiert werden kann.
Die neue Mensa unterhalb des fertiggestellten Stelzenbaus ist das nächste Projekt, das im Rahmen der Sanierung der Karmeliter-Realschule plus realisiert wird. Foto: Steffen Heumann