Auf Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Worms (wfg) hatten sich im Rathaus jüngst Vertreter der Wormser Immobilienwirtschaft zur Ausarbeitung des IVD-Preisspiegels Worms 2017 eingefunden. Der Immobilienverband Deutschland IVD ist der größte immobilienwirtschaftliche Berufsverband hierzulande und vertritt mehr als 6.000 Immobilienmakler, Sachverständige und Verwalter.
Miriam Neumann von der wfg freute sich über den guten Zuspruch - waren es vor zwei Jahren noch elf Immobilienwirtschaftler, konnte die wfg zur aktuellen Veranstaltungen bereits 18 Fachleute begrüßen. „Die seit 2009 stattfindenden Treffen mit den örtlichen Maklern und damit auch der Kontakt zu privaten Immobilieneigentümern sind besonders in Zeiten immer knapper werdender (Gewerbe-)Flächen wichtig“, betonte Neumann. Dipl. Betriebswirt Bernd Täffner, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Grundstücksbewertung in Worms, leitete die Sitzung. Die Teilnehmer erörterten und beschlossen insgesamt 160 aktuelle Einzeldaten. Der so entstandene Preisspiegel ist Teil des in einer Auflage von ca. 8.000 Stück bundesweit erscheinenden IVD-Preisspiegels, der über die Preis- und Marktverhältnisse in rund 390 Städten und Gemeinden berichtet und damit zu den umfangreichsten Markteinschätzungen in Deutschland zählt.
Neben den vom IVD erbetenen Marktdaten von Baugrundstücken, Miet- und Eigentumswohnungen sowie Eigenheimen wurden auch Daten über die Höhe von örtlichen Mieten für Einfamilienhäuser und gewerbliche Flächen festgestellt.
Deutlich wurde dabei: Insgesamt ziehen die Preise an. Eine Ausnahme bilden die Ladenmieten. Hier ist das Angebot größer als die Nachfrage mit der Folge, dass die Mieten nachgeben. Dies gilt auch für die Wormser Büromieten.
Im Bereich der Einfamilienhäuser, aber auch bei den Baulandpreisen war eine spürbare Korrektur der Vorjahrespreise nach oben erforderlich. Makler berichteten von einer starke Nachfrage und einer steigenden Preistendenz. Insbesondere wiesen sie auf das fehlende Angebot in höherwertigeren Lagen hin. Die Vermarktungsdauer hat sich von bisher drei bis sechs Monaten auf weniger als drei Monate verkürzt.
Bei den Eigentumswohnungen wurde bei den Erstbezügen die stärkste Veränderung nach oben festgestellt. Insgesamt sind hier eine starke Nachfrage und steigende Preise zu verzeichnen. Auch Miethäuser erfreuen sich einer guten Nachfrage, kommen jedoch relativ selten auf den Markt. Auch hier wurden die Preise der Entwicklung angepasst. Deutliche Zuwachsraten sind bei den Wohnungsmieten festzustellen. Die Nachfragesituation dort ist nach wie vor dem Nachfrageüberhang geschuldet.
Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßt die Arbeit der Immobilien-Fachleute und sieht in deren Erkenntnis eine Bestätigung der politischen Zielsetzung, den Wohnungsbau in allen Preissegmenten zu forcieren.Die konkreten Einzeldaten können erst mit der Veröffentlichung durch den IVD West im Juli dieses Jahres genannt werden. Den Vorjahres-Preisspiegel können Interessierte kostenlos unter www.btaeffner.de herunterladen.
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