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  • Fr., 24. März 2017, 19:06 Uhr
    Aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums lud die vhs am Freitag zu einem bunten Programm zum Mitmachen und Kennenlernen

    Große Geburtstagsparty bei der Volkshochschule

    Ein Prost auf „70 Jahre Wormser Volkshochschule“ hieß es beim Sektempfang in den Räumlichkeiten der vhs in der Schönauer Straße. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Wormser Volkshochschule feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag. Aus diesem Grund fand am Freitagnachmittag eine große, bunte Geburtsparty statt. Den Auftakt machte um 15 Uhr eine Informations- und Diskussionsrunde in den Räumlichkeiten der Volkshochschule in der Schönauer Straße. Die Moderation vor rund 100 Gästen übernahm die Leiterin der vhs, Agnes Denschlag. Die weiteren Personen auf dem Podium waren Oberbürgermeister Michael Kissel, Bildungsdezernet Waldemar Herder, die Leiterin der Neusatzgrundschule, Yasmin Betram, und Stefffi Rohling vom Verband der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz.

    Hunger nach Bildung

    Oberbürgermeister Michael Kissel erinnerte an die Anfänge der Volkshochschule vor 70 Jahre. Damals habe in der Nachkriegszeit ein Hunger nach Bildung im Vordergrund gestanden. An diesem Hunger habe sich prinzipiell nicht geändert, auch wenn die Schwerpunkte und Themen wechselten und sie einem gewissen Zeitgeist unterlägen. „Bildung sei Nahrung für die Seele“, führte der Stadtchef weiter aus und betonte die Wichtigkeit der Bildung als Ressource der Stadt. Auf die Schwerpunkte in der Zukunft angesprochen, nannte Michael Kissel die Bewältigung von Zuwanderung und Digitalisierung. Besonders hob Michael Kissel jedoch die politische Bildung hervor. Der aufkommende Nationalismus bereite ihm Sorge, denn solch eine Entwicklung habe noch immer in den Krieg geführt. Es werde von Teilen des politischen Spektrums ein Hass auf Fremde und Minderheiten geschürt. Daher sei die Aufklärung so wichtig. Werte wie Pressefreiheit, Menschenrechte und Demokratie müssten ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden.

    Eigenes Gebäude für die vhs

    Das schönste Geschenk, auch wenn es nur eine Ankündigung war, folgte am Ende der Ausführungen. So sagte Michael Kissel, dass die vhs zurzeit auf vier Standorte verteilt sei und schon lange der Wunsch nach einem eigenen Gebäude bestehe. Dies würde sich nicht rasch umsetzen lassen, da auch Kitas, Schulen und eine Hauptfeuerwache auf der Agenda ganz oben stünden, aber die Volkshochschule werde ein eigenes Gebäude erhalten.

    Alphabetisierung und Bildungskette

    Im weiteren Verlauf der Diskussion betonte Waldemar Herder die vhs als einen Ort, wo Lernen Spaß machen soll. Sie sei aber weit mehr als eine reine Sprachschule, vielmehr sei die Volkshochschule ein wichtiger Bestandteil in der angestrebten, lückenlosen Bildungskette von der Kita bis ins Seniorenalter.

    Ein dickes Lob sprach Steffi Rohling der Wormser Volksschule als einer der führenden in Rheinland-Pfalz mit jährlich 20.000 Unterrichtsstunden mit 2.000 Teilnehmern aus. Als ein wichtiges Zukunftsthema nannte Steffi Rohling die Alphabetisierung, denn noch immer gebe es in Deutschland, auch in Worms, leider viele Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben könnten.

    Mitmachen und Kennenlernen

    Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es zunächst einen kleinen Sektempfang, dann starteten insgesamt rund 30 Kursangebote an allen vier Standorten zum Reinschnuppern. Dies reichte von Yoga über Weben am Webstuhl bis hin zu Bierbrauen, der Zubereitung von veganen Snacks, Bauchtanz oder der Möglichkeit, selbst einmal einen Sprachtest zu machen, wie in Zuwanderer absolvieren müssen.

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