JUGENDPARLAMENT: Bundestagswahl, Treffpunkte und freie Sprayer-Flächen
Große Pläne für die Wormser Jugend
vordere Reihe: Laura Kraft, Daniel Usner, Ikhlas Chekaik-Chaila, Hannah Immesberger, Eleonor Haile hintere Reihe: Lars Ezel, Ananya Khantachai,Lorena Pinel, Anna Seidel, David Dühr, Taranveer Singh, Franziska Heinz
Vergangenen Mittwoch fand die erste Sitzung des achten Jugendparlaments statt. Zunächst wurden die Vertreter für den Bildungs- und Schulträgerausschuss gewählt, weil dieser noch ausstand, wobei Daniel Usner als erster Vertreter und Taranveer Singh als zweiter Vertreterin gewählt wurden.
Neben neuen Projekten, sollen außerdem auch Projekte des letzten Jugendparlaments übernommen oder weitergeführt werden, wie einen Jugendtreff für junge Leute in der Innenstadt oder auch einen Skatepark zu errichten, welcher eventuell neu am Wäldchen entstehen soll.
Flächen für Sprayer
Zudem gibt es auch Projekte, die die Umwelt und den Klimawandel betreffen, solche wie „Pfand gehört daneben“, welches eine Initiative ist, die dafür sorgen soll, dass Pfandflaschen in Ringen oder ähnlichem um einen Mülleimer herum abgestellt werden können.
Weitere Ziele sind auch, den Jugendlichen weitere freie Sprayerflächen zu bieten, auf denen sie legal ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. In Frage kommen viele verschiedene Flächen in der Wormser Innenstadt und auch Vororten, welche nun geprüft und angefragt werden.
Für die Schüler am Elo soll es Parkausweise geben. Die Weiterbetreuung und Erhaltung des Basketballplatzes an der Westend Grundschule, der derzeit erneuert wird, ist ebenfalls ein Ziel des neuen Jugendparlaments. Passend zum Thema Schule sollen auch Toiletten saniert und die Digitalisierung vorangetrieben werden.
Da das Jugendparlament auch die Aufgabe hat, die Jugendlichen politisch weiterzubilden, gibt es in diesem Bereich viele geplante Projekte. So soll, sofern es durch die momentane Lage möglich ist, das Planspiel zum Thema Kommunalpolitik in den Wormser Schulen weitergeführt und ausgebaut werden. Bisher fand das Planspiel am Gauß-Gymnasium und am Rudi-Stephan-Gymnasium statt, wobei die Ausweitung auf die Realschulen geplant ist.
Des Weiteren sollen Interviews mit den Bundestagskandidaten, vergleichbar mit denen der Landtagswahl, entweder in Präsenz oder, wenn es nicht möglich ist, digital, durchgeführt werden. Eventuell soll auch ein Speeddating mit den Kandidaten in den Schulen stattfinden.
Zudem sind einige Feste und Anlässe im jugendpolitischen Kontext geplant, wie zum Beispiel Jugend im Park, das Fest der Kulturen, der Green Room auf dem Backfischfest, der Tag der Behinderung am 5. Mai und die Woche gegen Rassismus, welche im März stattfindet.
Weitere Ideen waren außerdem ein Kleidertausch unter Jugendlichen, ein freier Trainingsplatz am Wäldchen, mehr Spielplätze beziehungsweise Erneuerungen der Spielplätze und mehr Platz für Jugendliche im offenen Raum zu schaffen, was zusätzlich zum Jugendtreff geschehen soll.
Stimmen der Jugendlichen
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Jugendparlament die Allgemeinheit stärken und auch mit anderen Jugendparlamenten aus Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten möchte.
Die Engagierten sind sehr motiviert und haben viele Pläne, Ideen und Ziele, die jetzt nach und nach angegangen und umgesetzt werden sollen, sodass die Stimmen der Jugendlichen in Worms gehört werden und auch, dass die Politik für die Jugend handelt und nicht nur über sie bestimmt. Dafür möchte sich das neue Jugendparlament einsetzen und ihrem Rederecht somit in den Ausschüssen der Stadt Gebrauch macht.