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  • Mi., 20. Dezember 2017, 08:52 Uhr
    Prof. Dr. Jochen Blum erhält Ehrenvorsitz und Ehrenmitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin

    Große Verdienste um Musikermedizin

     

    Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikums Worms, ist für seine großen Verdienste auf den Gebieten der Musikphysiologie und Musikermedizin zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) ernannt worden.

    Prof. Blum betreut am Klinikum Worms eine eigens eingerichtete Sprechstunde für Erkrankungen und Verletzungen von Musikern. Der Bereich „Musikermedizin“ am Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, den Prof. Blum seit über 25 Jahren leitet (bis 2005 an der Universitätsmedizin Mainz), stellt eine in Deutschland neben Berlin, Hannover und Freiburg besondere Einrichtung dar, die auch im Ausland große Beachtung findet. Darüber hinaus ist Prof. Blum neben seiner Professur für Unfallchirurgie an der Universität Mainz auch seit 1995 Professor für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.

    „Die Musikermedizin befasst sich mit der Diagnostik, Therapie sowie der Prävention von musizierbezogenen gesundheitlichen Problemen. Musiker leiden beispielsweise häufig unter schmerzhaften Problemen des Bewegungsapparates, die in erster Linie aus der dauerhaften, exzessiven Arbeit mit unergonomisch geformten Instrumenten resultieren“, erklärt Prof. Blum. „Die baulichen und spieltechnischen Eigenschaften vieler musikalischer Arbeitsgeräte orientieren sich nicht an der natürlichen Physiologie des Menschen, was häufig ungünstige und einseitige körperliche Belastungen zur Folge hat. Hinzu kommen außermusikalisch erworbene Verletzungen, die schlimmstenfalls die Berufsunfähigkeit eines Musikers zur Folge haben können. Wenn ein Geigenspieler beispielsweise eine Verletzung an der Hand erleidet, die für einen Nicht-Musiker in der Regel ohne Auswirkungen auf seinen Alltag verläuft, kann dies für ihn den Verlust seines Arbeitsplatzes im Orchester bedeuten.“

    Musikererkrankungen gehen in der Regel mit sehr vielfältigen Beschwerdebildern einher, die in diesem Ausmaß nur in wenigen anderen Berufsgruppen, wie etwa in dem Bereich der Profisportler, typisch sind. „Deshalb ist die Betreuung durch einen speziell ausgebildeten Mediziner, der neben besonderer medizinischer Expertise auch profunde Kenntnisse des Berufsbildes und der Gegebenheiten beim professionellen Instrumentalspiel besitzt, besonders wichtig. Anders, als beispielsweise Profisportler, haben Berufsmusiker deutschlandweit nur sehr wenige medizinische Anlaufstellen, weswegen Patienten dieser Berufsgruppe aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch Ausland mit ihren medizinischen Problemen zu uns nach Worms kommen“, erklärt der Chefarzt weiter.

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