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  • Sa., 05. März 2016, 19:03 Uhr
    An zwei Tagen konnten Jugendliche in Alzey mehr über Studium, Ausbildung, Praktika und Arbeitgeber erfahren

    Großer Andrang bei Berufsinformationsmesse

    Die Hochschule in Kaiserslautern präsentierte zahlreiche ihrer technischen Studiengänge. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Zum insgesamt 22. Mal fand an diesem Freitag und Samstag die Berufsinformationsmesse im Schulzentrum in Alzey statt. Rund 70 Firmen, Hochschulen und Institutionen präsentierten 90 Studiengänge sowie 130 Ausbildungsberufe. Von der Hightech-Schmiede über Pflegeeinrichtungen bis hin zu Banken oder Handwerksbetrieben war nahezu jede Branche vertreten. Jugendliche konnten so im persönlichen Gespräch mehr über ihr gewünschtes Berufsbild erfahren. Manch ein Traumberuf entpuppte sich dabei als vielleicht doch nicht ganz so spannend, dafür rückte manch andere Tätigkeit in den Fokus des Interesses. Insgesamt zogen Veranstalter und auch viele Besucher am Samstag ein positives Fazit. Erkennbar war auch, dass Auszubildende inzwischen eine "Mangelware" sind, denn die Unternehmen kämpften regelrecht um den Nachwuchs. Besonders begehrt waren Schüler und Schülerinnen, die sich für technische Berufe begeisterten. Hier machten Firmen tolle und interessante Angebote, vom dualen Studium bis zum Auslandsaufenthalt.

    Sehr gut angenommen wurde das Angebot an Praktika. Jede Firma, die solche Plätze zur Verfügung stellte, war mit einem speziellen Schild gekennzeichnet. Die Nachfrage war hier rege.

    Zuwanderung als Chance

    Ein großes Thema waren natürlich auch die Flüchtlinge und ihre Integration in den Arbeitsmarkt. Im Kontext des demographischen Wandels mit immer weniger Kindern in Deutschland sehen viele Unternehmen hier ein großes Potential. Wobei es hier aus Sicht der Unternehmen sowie der Industrie- und Handelskammer zwei Hürden zu überwinden gilt, dies sind die bisher oft mangelnden Deutschkenntnisse und das Bleiberecht. Aber hier ist die Politik bereits auf dem Weg, so wird es in Zukunft eine Garantie geben, dass Flüchtlinge, die ein Ausbildung beginnen, zumindest die drei Jahre der Lehre sowie nochmals zwei Berufsjahre bleiben dürfen, egal wie ihr rechtlicher Status ist.

    Ausbildungsplätze unbesetzt

    Wie dringend das Handwerk und die Wirtschaft junge Menschen sucht, wird daran deutlich, dass in Rheinhessen im Jahr 2014 noch 161 Ausbildungsstellen als "nicht besetzt" gemeldet wurden. Im Jahr 2015 waren dies schon 312. Zuwanderer werde daher als große Chance gesehen, auch wenn es großer Anstrengungen bedarf, um die Migranten auf den Stand zu bringen, um eine Ausbildung starten zu können. Dass sich die Mühen aber lohnen, darüber waren sich die Vertreter der IHK einig.

     

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