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  • Di., 18. November 2014, 13:48 Uhr
    MGV 1862 „Sängerbund“ Rheindürkheim belegt Kultur im „Hessischen Hof“

    Großer Erfolg für bunten Nachmittag mit Chorgesang und Theaterstück

    Laute Lachsalven und spontaner Szenenapplaus zogen drangen durch die Fenster des Hessischen Hofes am späten Sonntagnachmittag immer wieder nach draußen. Sechs Jahre ist es her, dass in Rheindürkheim eine eigene Theaterproduktion aufgeführt worden war. Nun machte der Männergesangverein 1862 „Sängerbund“ Rheindürkheim sein Versprechen wahr, den „Hessischen Hof“ wieder mit kulturellem Leben zu füllen. Los ging es für die zahlreichen Gäste mit einer Stärkung am Küchenbuffet „Sängerinnen Art“. Mit Liedern von Reinhard May eröffnete der Männerchor den musikalischen Reigen, den der Frauenchor mit mehreren deutschen Schlagern der 60- Jahre weiterführte (Leitung beider Chöre: Joachim Orth). Mit irischen Songs grüßte die Rheindürkheimer Band „Dry Folk Dads“ (Manfred Weihgold, Ralf Ahrens, Friedel Engel und Jürgen Rausch). Mit den Stücken „Danke für die Lieder“ sowie „Mein kleiner grüner Kaktus“ grüßte der Singkreis SC Ibersheim unter der Leitung von Helmut Metzger. Der gemischte Rheindürkheimer Chor verabschiedete das Publikum mit „Solang man Träume noch leben kann“ und „This little Light of Mine“.

    Als gemeinsame Zugabe erklangen aus über sechzig Ibersheimer und Rheindürkheimer Kehlen „In der Abendstunde“. Mit munteren Reden führte die MGV- Vorsitzende Beate Harthausen durch das Programm und übernahm auch in ihrer Funktion als zweite Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Worms die Ehrung zweier langjähriger verdienter Sänger. Für 25 Jahre erhielt Willi Heid die silberne Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes, nicht nur, wie Harthausen betonte für seine gesanglichen Aktivitäten, sondern auch für seine Bereitschaft bei jedem Anlass für die Chöre seine Kochkunst zu erproben. Die Liste der Aktivitäten von Heinrich Glaser ist lang.

    Fast dreißig Jahre diente er dem Verein als Schriftführer, einige Jahre sogar als zweiter Vorsitzender, doch die Urkunde, die ihm Harthausen im Namen des Deutschen Chorverbandes überreichte, ehrte Glaser für 60 Jahre aktives Singen. Mit Ruhe steckte Glaser seine Ehrennadel gleich an und verschwand nach dem obligatorischen Ehrenfoto um sich für das Theaterstück umzuziehen. Auch das Publikum wartete gespannt auf die Aufführung „Eine Frau muss her“ durch die Theatergruppe des MGV (Regie: Hildegart Lankes).

    Während Egon (Oskar Ristau) mit seinen Freunden Paul (Stefan Hoff) und Fritz (Heiner Glaser) feiert, dass ihn seine Frau verlassen hat, kommt das Unheil schon über ihn. Seine Erbtante Adele kündigt per Brief ihre sofortige Ankunft an, um sich vom vorbildlichen Eheleben des Neffen zu überzeugen. Unter dem begeisterten Gelächter des Publikums verwandelte sich Paul in Wilma. Die Erbtante (Martina Ahrens) aus den Bergen mit „einem renommierten Gasthaus“ findet das Verhalten der Männer doch etwas merkwürdig. Gekonnt wurden aktuelle Rheindürkheimer Ereignisse in den Text wie „das riecht ja, wie meine Gaststube nach der Singstunde des MGV“ mit aufgenommen und durch Szenenapplaus belohnt. Mit dem Auftauchen von Pauls Frau Elfriede (Sabrina Hoff) und Ehefrau Wilma (Wencke Weber) lösen sich die Verwirrungen auf. Souffleuse Gudrun Ristau und Bühnenbildner Heinz Lankes sowie die Akteure wurden mit langanhaltendem, kräftigem Applaus belohnt. Viele Rheindürkheimer Gäste bedankten sich bei den Mitgliedern des Männergesangvereins mit den Worten „Endlich gibt es wieder Kultur im Hessischen Hof!“

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