Heppenheimer Bürger besichtigten am Montagabend die für ein halbes Jahr umgewandelte Turnhalle der Wiesengrundschule
Großes Interesse an Flüchtlingsunterkunft
Der Ortsvorsteher von Heppenheim verschaffte sich einen persönlichen Eindruck von der Flüchtlingsunterkunft. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In dieser Woche werden die ersten Flüchtlinge in Worms-Heppenheim eintreffen und in der Turnhalle der Wiesengrundschule untergebracht. Dazu wurde die Sporthalle umgewandelt und zur Aufnahme von maximal 40 Asylbewerbern hergerichtet. Am Montagabend waren die Heppenheimer Bürger eingeladen, sich die Notunterkunft anzuschauen. Viele Bewohner des Wormser Stadtteils machten von dem Angebot Gebrauch und besichtigten ab 18 Uhr die Räumlichkeiten. Von der Stadtverwaltung standen Ansprechpartner zur Verfügung, die Auskunft gaben und die Fragen der Besucher sachkundig beantworteten. Das Interesse der Bürger war groß. Insgesamt konnte eine positive Grundeinstellung beobachtet werden.
Syrische Kriegsflüchtlinge
Zunächst werden im Laufe der Woche rund zehn Syrer ankommen. Sukzessive werden es dann mehr werden. Es werden ausschließlich Männer aus den Ländern Syrien sowie Afghanistan sein. Die Turnhalle in Heppenheim soll für rund ein halbes Jahr den Kriegsflüchtlingen zur Verfügung stehen. Danach sollen die Asylbewerber in die Containersiedlung auf dem Salamandergelände rumziehen.
Vier-Mann-Stuben
Die Heppenheimer Turnhalle wurde in kleine "Kabinen" für jeweils vier Flüchtlinge mit Stellwänden unterteilt. Die Männer schlafen in Etagenbetten. Insgesamt erinnern die "Kabinen" an Stuben bei der Bundeswehr. Den Syrern und Afghanen stehen außerdem eine Küche sowie sanitäre Einrichtungen wie Duschen und Toiletten zur Verfügung.
Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) wird die Flüchtlingseinrichtung in Heppenheim betreiben. Es wird eine 24-Stunden-Betreung geben. Auch nachts wird Personal anwesend sein.
Helferkreis Heppenheim
Inzwischen hat sich in Worms-Heppenheim ein Helferkreis gebildet. Bei der ersten Sitzung waren 120 Bürger anwesend. In insgesamt vier Arbeitsgruppen werden die Heppenheimer Bürger die Kriegsflüchtlinge unterstützen. Die Themen der Arbeitsgruppen sind: 1) Erlernen der deutschen Sprache; 2) Freizeitaktivitäten; 3) Sammeln von Geld- und Sachspenden und 4) Begleitung von Asylbewerbern zu Arzt- und Behördenbesuchen.