Do., 17. August 2023, 13:08 Uhr
SELBSTHILFE: Frauenselbsthilfe Krebs Worms reist zum Bundeskongress nach Magdeburg
Großveranstaltung einer starken Gemeinschaft
Hunderte in der Krebs-Selbsthilfe engagierte Menschen reisen am Donnerstag, dem 24. August, aus ganz Deutschland nach Magdeburg, um am Bundeskongress der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH), Deutschlands größter Krebs-Selbsthilfeorganisation, teilzunehmen, so auch das Gruppenleitungsteam aus Worms. Die dreitägige Veranstaltung dient neben der Mitgliederversammlung, der Fortbildung und dem Netzwerken. Auch Experten aus Onkologie und Gesundheitspolitik besuchen den Kongress, der in diesem Jahr mit Grußworten von Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, sowie Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe, eröffnet wird.
„Für uns ist das Treffen in Magdeburg ein wichtiger Termin“, erklärt Susanne Sattler, Leiterin der Gruppe Worms, die wie alle FSH-Mitglieder eine Krebserkrankung selbst durchlebt hat. „Die Veranstaltung bietet uns nicht nur spannende Vorträge und Workshops, sondern auch die Gelegenheit, mit anderen Gruppenleitungsteams Erfahrungen und Tipps für die Selbsthilfearbeit auszutauschen.“ Einen Schwerpunkt der diesjährigen Tagung stellen psycho-onkologische Themen dar, z.B. welche Unterstützungsmöglichkeiten und Strategien es für Menschen mit Krebs gibt, um einen guten Umgang mit der Erkrankung zu finden. Außerdem werden Vorträge zu aktuellen Entwicklungen in der Medizin sowie zu speziellen Aspekten der Selbsthilfearbeit angeboten.
Bundesweit werden jährlich mehr als 30.000 Betroffene in den Gruppen der FSH aufgefangen, informiert und begleitet. Neben den Gruppentreffen und einer Telefonberatung durch speziell geschulte Mitglieder können auch verschiedene virtuelle Angebote, unter anderem ein moderiertes Forum im Internet und moderierte Online-Selbsthilfetreffen genutzt werden.
„Unsere Online-Angebote sind sehr wichtig und hilfreich, doch die Selbsthilfe von Angesicht zu Angesicht kann durch nichts ersetzt werden“, findet Sattler. „In den Gruppen vor Ort vermitteln wir Neuerkrankten auf vielen unterschiedlichen Wegen Hoffnung und Zuversicht. Wir zeigen, dass der manchmal schwierige Weg durch die Erkrankung nicht allein gegangen werden muss. Und das Wichtigste: Die Lebensfreude steht bei all unseren Aktionen im Vordergrund.“ Menschen mit einer Krebserkrankung, die die FSH-Gruppe kennenlernen möchten, können jederzeit zu einem der monatlichen Treffen kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich.
Die Gruppe Worms trifft sich an jedem 1. Freitag im Monat um 14 Uhr und an jedem 3. Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Bruckner Straße 3 im Gerd-Lauber-Haus der AWO Worms. Kontakt: Susanne Sattler, 06241/55584 oder s.sattler-fsh@gmx.de, Beate Linkenbach-Hautz, 06244/314 9997 oder beatehautz@gmx.de und Andrea Hellmann, 06241/5062695 oder and_hellmann@gmx.de