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  • Fr., 11. Dezember 2015, 16:33 Uhr
    Die Sparkassen Stiftung unterstützt die Arbeit der Wormser Volkshochschule mit 36.000 Euro

    Großzügige Spende für den Spracherwerb

    (beide Sparkasse), Oberbürgermeister Michael Kissel und Agnes Denschlag (vhs).Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die wachsende Zahl von Zuwanderern stellt die Kommunen vor große Herausforderungen. Dringende Fragen der Unterbringung sind zu lösen, ebenso wie die Aufgaben, die eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft möglich machen. Ein wesentlicher Schlüssel dafür sind ausreichende Deutschkenntnisse. Die wichtigste Institution zu Sprachvermittlung in Worms ist die Volkshochschule. Obwohl die städtische Einrichtung von Politik und Verwaltung finanziell gut ausgestattet wird, reichen die Finanzmittel bei den momentan sehr zahlreich eintreffenden Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens nicht mehr aus. Die Spende in Höhe von 36.000 Euro der Sparkassen Stiftung „Gut für die Region“ kam daher gerade zum richtigen Zeitpunkt, so Agnes Denschlag, Leiterin der Wormser Volkshochschule (vhs). Freudestrahlend nahm sie den Scheck in den neuen bzw. zusätzlichen Räumen der vhs am Freitagmittag von Dr. Marcus Walden, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, entgegen.

    Große Herausforderung

    Dr. Marcus Walden ging in seiner kurzen Ansprache auf die ganz zentrale Rolle des Spracherwerbs ein, um in Deutschland erfolgreich Fuß fassen zu können. In vielfältiger Weise würde die Sparkassen Stiftung „Gut für die Region“ die Erträge ihres Kapitales an die Menschen zurückfließen lassen, sei es für Kultur, Bildung, Sport oder soziale Einrichtungen. Die Unterstützung der vhs sei momentan eine ganz wichtige Aufgabe„Ich bin sehr froh darüber, dass wir mit Hilfe der Spende das Kursangebot in der Volkshochschule erweitern können, damit schaffen wir eine grundlegende Voraussetzung, dass die Integration gelingt“, so Dr. Marcus Walden abschließend. Oberbürgermeister Michael Kissel ergänzte, dass die Einbindung der Zuwanderer in die Gesellschaft eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre sei. Damit dies gelingen kann, seien Sprachkenntnisse unerlässlich. Er bedanke sich hier auch für die große Welle der Hilfsbereitschaft, mit der die Wormser Bürger helfen, die Flüchtlinge aufzunehmen und sie zu unterstützen.

    Lehrkräfte und Material

    Abschließend erläuterte Agnes Denschlag, dass die 36.000 Euro für drei Dinge ausgegeben werden, dies seien Unterrichtsmaterial, Lehrkräfte und was besonders wichtig sei, für die Beratung der Zuwanderer. So müssen man etwa bei allen Syrern erst einmal klären, über welche Vorkenntnisse sie verfügen, um sie zielgerichtet unterrichten zu können. Zwar gebe es sehr wenige Analphabeten unter den Syrern, aber viele beherrschten nur die Arabischen Schriftzeichen und müssten erst mal die Verwendung der Lateinischen Buchstaben vermittelt bekommen, bevor sie Deutsch lernen könnten. Agnes Denschlag bedankte sich bei den Vertretern der Sparkasse Worms-Alzey-Ried. Noch nie habe sie für die Volkshochschule eine so großzügige Spende erhalten. Die hohe Summe sei auch eine Wertschätzung der Arbeit in der vhs.

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