Fr., 26. Januar 2024, 12:16 Uhr
GRÜNE WORMS: Zur Diskussion über die Verkehrsprobleme in der Altstadt / Beschimpfung von Bürgermeisterin und Verwaltung hilft nicht weiter
Grüne distanzieren sich von Flugblatt ihres Spitzenkandidaten
Die Ratsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen Worms distanzieren sich sowohl vom Auftreten des Politischen Geschäftsführers und Spitzenkandidaten der Wormser Grünen Florian Dieckmann in der jüngsten Sitzung des Innenstadtausschusses als auch von dessem Flugblatt, das inzwischen auch in den sozialen Medien geteilt wurde.
Dieckmann hatte gemeinsam mit Mitstreitern unter anderem wie folgt gegen die CDU-Stadtspitze geschossen:
„Wer wissen möchte, wie sich Ohnmacht anfühlt und wie die aktuelle Verwaltungsspitze der Stadt es schafft, das Verhältnis zwischen Staat und Bürgerschaft zu spalten, der sollte […] die vorangegangene Korrespondenz zwischen ‚dem Ehepaar aus der Bärengasse‘ und der Stadt sowie insbesondere den belehrenden Brief voller Drohungen von Stephanie Lohr (CDU) an die ‚Eheleute‘ [lesen]. […] Hier läuft gerade ganz offensichtlich ein unsäglicher Manipulationsversuch der Stadtobrigkeit gegen Mitbürger […] . Hier wird von der Stadtverwaltung und Stephanie Lohr aufs massivste von der eigentlichen Sache abgelenkt, nämlich dem fortgesetzten Nicht-Handeln der Verwaltung und ihrer politischen Beamt*innen."
Grüne teilen Anliegen – nicht aber Tonfall
„Uns alle eint", geben die Ratsmitglieder der Grünen zu Protokoll, „dass wir uns politisch weiterhin für die Sicherheit aller Anwohnenden in der Wormser Altstadt einsetzen werden und deshalb die inhaltlichen Forderungen der Anwohnenden in der Bärengasse und den umliegenden Straßen teilen". Doch den in den vergangenen Tagen angeschlagenen Ton, halten die Fraktionsmitglieder für eine politische Debatte nicht angemessen. „Gerade uns Grünen ist eine konstruktive wie diskriminierungsfreie Wortwahl auch ein politisches Anliegen.“
Von einer aufgeheizten politischen Stimmung profitieren schlussendlich nur Rechtsextreme und Populisten. „Als Grüne wollen wir hart in der Sache, aber jederzeit fair im Ton streiten. Wir bedauern diesen Fehltritt unseres Parteifreundes und bitten stellvertretend bei den Angegriffenen um Entschuldigung".