Nach zwei Verkehrsunfällen mit Verletzten auf der Von-Steuben-Straßeam vergangenen Freitag fordern die Wormser Grünen, bekannte Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nun konsequent umzusetzen.
Einer der Unfälle ereignete sich im Bereich zwischen der Westendgrundschule und der Kita Liebenauer Feld, ein weiterer an der Einmündung Fahrweg/An den Lüssen. Die Grünen zeigen sich bestürzt über die Unfälle und wünschen allen Verletzten eine schnelle Genesung.
„Über die Ursachen der Unfälle wollen und können wir nicht spekulieren. Sie führen uns aber noch einmal vor Augen, wie wichtig es ist, gerade im Umfeld von Schulen und Kitas alle Möglichkeiten für mehr Verkehrssicherheit zu nutzen“, erklärt Benjamin Weisbach, Vorstandsmitglied der Wormser Grünen mit Schwerpunkt Mobilität und Stadtentwicklung.
Die Grünen setzen sich bereits seit längerem dafür ein, auf dem Abschnitt zwischen Westendgrundschule, Kita Liebenauer Feld und Ärztehaus Tempo 30 einzuführen. Bereits im Oktober 2024 hatte der Stadtrat auf Antrag der Grünen beschlossen, die durch die Änderung des Straßenverkehrsrechts erweiterten Möglichkeiten für Tempo 30 insbesondere im Umfeld von Schulen, Kitas und auf wichtigen Schulwegen zu prüfen.
„Wir müssen hier nicht wieder bei null anfangen. Die Verwaltung hat bereits vor einem Jahr Strecken identifiziert, auf denen Tempo 30 möglich ist. Dazu gehört auch die wichtige Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Bildungszentrum über die Von-Steuben-Straße“, erklärt Anna Biegler, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Wormser Stadtrat. „Die fachliche Vorarbeit ist damit weitgehend geleistet. Jetzt sollten wir die vorhandenen Möglichkeiten auch zügig nutzen – gerade dort, wo täglich viele Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.“
Unabhängig davon sehen die Grünen auch im nördlichen Abschnitt der Von-Steuben-Straße Handlungsbedarf. Dort gilt auf einem vergleichsweise kurzen Abschnitt Tempo 70. Im Bereich der Einmündung Fahrweg queren insbesondere in den Sommermonaten viele Kinder und Jugendliche die Straße auf dem Weg zum Herrnsheimer Badesee.
„Unfallursache und die grundsätzliche Frage nach einer angemessenen Geschwindigkeit müssen wir sauber voneinander trennen“, betont Weisbach. „Trotzdem halten wir Tempo 70 auf diesem kurzen Abschnitt nicht mehr für zeitgemäß. Eine Reduzierung auf Tempo 50 würde die zulässige Geschwindigkeit an die angrenzenden Straßen angleichen und aus unserer Sicht die Verkehrssicherheit erhöhen, ohne den Verkehrsfluss spürbar einzuschränken.“
Biegler sagte abschließend: „Es geht uns nicht um Schuldzuweisungen oder reflexartige Forderungen nach einem Unfall. Viele der Themen liegen längst auf dem Tisch, die fachlichen Grundlagen sind vorhanden. Jetzt braucht es den politischen Willen, daraus konkrete Verbesserungen zu machen. Unser Ziel ist eine Von-Steuben-Straße, auf der sich alle Verkehrsteilnehmer – und insbesondere Kinder – sicher bewegen können.“
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