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  • Mo., 07. November 2022, 16:42 Uhr
    KULTURELLES ERBE: Worms erhält über 900.000 Euro für Instandsetzung des Ritualbades

    Grünes Licht für Mikwe

    Innenminister Michael Ebling (4.v.l.) überbrachte einen Förderbescheid und informierte sich über Mikwe sowie Synagoge in Worms. Foto: Florian Helfert

    Von Florian Helfert › Innenminister Michael Ebling überreichte Oberbürgermeister Adolf Kessel am Montagvormittag beim Besuch des Synagogenbezirks einen Förderbescheid in Höhe von 360.000 Euro. Zusätzlich zum Land trägt auch der Bund rund 550.000 Euro aus einem Sonderprogramm bei. Gefördert wird die Instandsetzung der Mikwe, einem Monument des SchUM-Welterbes.


    „Wir sind sehr stolz darauf, die erste jüdische Unesco-Welterbestätte der Bundesrepublik bei uns in Rheinland-Pfalz zu haben. Im Wormser Synagogenbezirk kann man bis heute die gesamte Infrastruktur erleben, die für eine jüdische Gemeinde des Mittelalters erforderlich war“, sagte Innenminister Michael Ebling.


    Die Mikwe, ein jüdisches Ritualbad, das 1185/86 erbaut wurde, ist aufgrund von Problemen mit der Statik derzeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Instandgesetzt werden soll es in den Jahren 2023 bis 2025. Die Gesamtkosten hierfür betragen voraussichtlich rund 1,5 Millionen Euro.


    Kurz umriss Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst zudem weitere Herausforderungen, etwa zu stabilisierende Setzrisse am Gebäude der Synagoge. „Bei all den notwendigen Arbeiten und Untersuchungen lernen wir unglaublich viel zur Geschichte dazu“, so Horst über Erkenntnisse und archäologische Funde.


    „Ziel ist heute die Weichen zu stellen“, äußerte Landtagsabgeordneter Jens Guth seine Hoffnung, „unserer Synagoge ein würdiges Jubiläum im Jahr 2034 anlässlich ihrer dann tausendjährigen Geschichte zu ermöglichen“. Abschließend dankten alle Wormser Akteure sowie Anna Kischner, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Mainz, für das Interesse des Minister – und selbstredend den hohen Förderbescheid.




    Grünes Licht in der Mikwe verspricht Abhilfe gegen Algen, Flechten, Moose und Schimmelpilze, welche der historischen Bausubstanz zusetzen. Ebenfalls bemerkenswert ist der historisch niedrige Grundwasserspiegel des jüdischen Ritualbades. Foto: Florian Helfert

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