Mo., 05. Mai 2014, 11:45 Uhr
CDU-Horchheim stellt Pläne und Ideen vor / Diskussion um Raum im Bürgerhaus-Nebengebäude
Grundschule darf nicht unter Integrierter Gesamtschule leiden
Engagiert hat Horchheims CDU-Ortsvorsteher-Kandidatin Monika Stellmann die Themen vorgestellt, die der Union in dem viertgrößten Wormser Vorort unter den Nägeln brennen. Im Rahmen der offenen CDU-Stadtratsfraktions-Sitzung, setzte Stellmann Mitglieder, Kandidaten und interessierte Bürger über aktuelle Vorhaben und Ideen der CDU ins Bild. Straßen, Schule und Vereine wurden in den Blick genommen, aber auch Leerstände im Ortskern und die ärztliche Versorgung. Stellmann machte Vorschläge, diskutierte mit Einwohnern und nahm Ideen und Vorschläge auf. Unterstützt wurde sie in ihren Ausführungen vom Horchheimer CDU-Fraktionssprecher Dr. Rupert Wagner. Neben Dr. Klaus Karlin, dem Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, standen auch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Adolf Kessel und die Beigeordnete Petra Graen Rede und Antwort.
Grundschule musste bereits Räume abtreten
„Die Grundschule in Horchheim darf nicht unter der Integrierten Gesamtschule (IGS) leiden“, lautete eine Forderung. Den baulichen Zustand der Grundschule demonstrierte Monika Stellmann mit eindrucksvollen Fotografien. Zugunsten der IGS hat die Grundschule bereits auf Räume verzichten müssen. Schuld sind laut Stellmann daran die Schulraumrichtlinien der rot-grünen Landesregierung. Jeder Klasse in der Grundschule steht nun nur noch ein Raum zur Verfügung in Horchheim. Der Musikraum und ein separater Computerraum haben bereits weichen müssen. Auch Sport nach Lehrplan sei schwierig umzusetzen, hieß es. Und große Klassen könnten inzwischen nur deshalb nicht geteilt werden, weil nicht mehr genug Räume zur Verfügung stünden.
Notwendigkeit einer zusätzlichen halben Hausmeisterstelle betont
Landtagsabgeordneter Adolf Kessel will prüfen, ob sich auf Landesebene Verbesserungen erreichen lassen. Andererseits wurde betont, dass aufgrund des Engagements von CDU und Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek der alte Ballettraum, der für diesen Zweck nicht mehr nutzbar war, als Klassensaal hergerichtet werden konnte. Stellmann wies auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen halben Hausmeisterstelle hin. „Der Schulkomplex ist zu groß, um nur von einem Hausmeister allein, wie derzeit, in Schuss gehalten zu werden“. Ein entsprechender Antrag der CDU war im Ortsbeirat einstimmig angenommen worden. Generell stehe es um das Gebäude der Grundschule nicht gut: An Fotos zeigte Stellmann defekte Decken, herabhängende Kabel und bröckelnden Putz. Ganz schlimm sei das Treppenhaus: „Das ist nicht kindgerecht, das hat Knast-Charakter“, sagte Stellmann.
Grundlegende Probleme auf und an der Hauptstraße lösen
Wichtig ist der CDU auch die Hauptstraße. „Nur im Rahmen einer Komplettsanierung können auch die grundlegenden Probleme auf und an der Hauptstraße in Horchheim angegangen werden. Das jetzt angegangene Flickwerk bedeutet im Ergebnis insgesamt höhere Kosten und mehr Belastung für die Bürger ohne eine nachhaltige Qualitätssteigerung“, fasste Dr. Karlin zusammen. Stellmann forderte, Anlieger müssten grundsätzlich über Maßnahmen besser und vor allem frühzeitiger informiert werden. Auch auf betroffene Einzelhändler und Gewerbebetriebe sei Rücksicht zu nehmen. Bemängelt wurde der fehlende Bürgersteig zwischen Pfeiffer- und Dilleranlage und Einmündung Wilhelm-Röpcke-Straße. Häuser-Leerständen im Ortskern müsse entgegen gewirkt werden.
Verwaltungsrechtliche Fragestellungen
Augenmerk gelte jetzt der langfristigen Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. Und auch für die Vereine will sich die CDU Horchheim weiter stark machen. Stellmann forderte eine feste Anlaufstelle bei der Stadt, an die sich Vereinsvertreter wenden können zu rechtlichen und verwaltungstechnischen Fragestellungen. Außerdem soll geprüft werden, wie der untere Raum des Bürgerhaus-Nebengebäudes besser für Vereine nutzbar gemacht werden kann. Einwohner klagten, dass das dort untergebrachte Internet-Café gar nicht genutzt werde. Der stellvertretende Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Hans-Peter Weiler, regte an, diese Idee auch über den „Haushalt im Dialog“ einzubringen.
Ortsbeiratskandidat Friedrich Schwahn schlug vor, die 50 Stundenkilometer-Begrenzung an der Kolpingstraße auszuweiten: „Hier liegt insbesondere nach der Errichtung der Leitplanke ein enormes Gefahrenpotenzial!“ Bemängelt wurde seitens der CDU zudem die Höhe der Leitplanken, die sich bedauerlicherweise inzwischen als risikoverstärkend denn als Schutz erwiesen habe. Der Zwischenraum zwischen Leitplanke und Boden sei mit den freistehenden Metallpfosten für Motorradfahrer lebensgefährlich.