Di., 14. Januar 2014, 08:00 Uhr
Gutbesuchte Infoveranstaltung der LandFrauen im Kreis Alzey-Worms mit Fachärztin
Grüner Star, grauer Star
Gut besucht war die Vortragsveranstaltung der LandFrauen im Kreis Alzey-Worms im Alzeyer Haus der Landwirtschaft. In Oberärztin Dr. Esther Hoffmann der Mainzer Uni-Klinik hatten die Frauen eine kompetente Referentin gewonnen, die vieles aus ihren eigenen Erfahrungen zum Thema beitragen konnte. Großes Thema war der Katarakt, auch “Grauer Star “ genannt. Er bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Die graue Färbung hinter der Pupille kann gar ein Laie erkennen, daher der Name. In der Regel kann die getrübte Linse operativ durch ein künstliches Implantat ersetzt werden.
Früher wurde der Star gestochen
In vorchristlicher Zeit schon versuchte man den Star mit einer Nadel zu stechen, dies war aber wirkungslos, da die Flüssigkeit nicht abfließen konnte. Heute ist man in der Lage, durch einen schmerzlosen Eingriff, die Sehfähigkeit wieder herzustellen. Im Gegensatz dazu gibt es beim “Grünen Star” keine Möglichkeit durch eine OP die Sehfähigkeit wieder herzustellen oder zu erhalten.
Die Entstehung kann verschiedene Ursachen haben, welche den Verlust von Nervenfasern bewirken. Es entstehen Gesichtsfeldausfälle und im Extremfall kann es zur vollständigen Erblindung führen.
Ein erhöhter Augeninnendruck stellt den größten Risikofaktor dar. Dieser Entsteht, wenn zu wenig Kammerwasser produziert wird und es nicht richtig abfließen kann. Mit Medikamenten lässt sich oft Abhilfe schaffen oder mit Laser-chirurgischen Eingriffen. Eine Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr kann helfen, frühzeitig eine negative Veränderung des Augeninndrucks zu erkennen und nötigenfalls eine Therapie einzuleiten.