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Mo., 20. Oktober 2014, 15:15 Uhr
Rundfahrt des SPD Ortsvereins mit Traktoren rund um Rotweindorf
„Gundersheim (nicht nur) für Gundersheimer Neubürger“
Die Rundfahrt war nicht nur etwas für Neubürger, sondern auch alteingesessene Gundersheimer.
Nachdem die erste Aktion des SPD -Ortsvereinseins, der Ortsrundgang unter dem Motto "Gundersheim (nicht nur) für Gundersheimer Neubürger" im März so großen Anklang fand, konnte am Freitag der zweite Teil stattfinden. Die Anregungen, die von den Teilnehmern beim ersten Rundgang geäußert wurden, versuchte der Vorstand in seine Planung aufzunehmen. Dabei entstand die Idee, markante Punkte um das Rotweindorf herum zu entdecken. Das konnte aber nur mit dem passenden Fuhrwerk geschehen und so wurden für die Ortsrundfahrt vier Traktoren mit Hängern, Rollen und Fahrern organisiert.
Die Vorsitzende Birgit Daum begrüßte um die fünfzig anwesenden Alt- und Neubürger um 15 Uhr auf dem Gundersheimer Grundschulhof und bedankte sich bei den Traktorfahrern Stefan Flohn, Uwe Corell, Lothar Steinborn und Jürgen Daum für ihre Bereitschaft zu fahren und Fred Jené für die Bereitstellung seiner Rolle. Sie konnte auch wieder Iris Ennemoser, die im Rotweinort Führungen durchführt als Unterstützung begrüßen und übergab danach das Wort an Heiko Achenbach, der die Route vorbereitet hatte. Die Teilnehmer nahmen auf den Rollen und Hängern Platz und los ging es zur Wittgeshohl. Der dortige schlammige Fußweg und ein für die Gruppe geöffnetes Tor führten zur Quelle, die die gesamten Gundersheimer Brunnen mit Wasser versorgt. Im Inneren des Ganges konnten Flickarbeiten des Mauerwerkes entdeckt werden, die mit dem Jahr 1920 datiert waren, das Entstehungsdatum ist jedoch ungewiss. Im Krieg diente dieser Zugang als Bunker für die Anwohner der Bahnhofstraße.
Weiter ging die Fahrt über die Poststraße zum Steinernen Kreuz, wo bereits im 16. und 17. Jahrhundert Postreiter auf der Strecke Innsbruck- Brüssel vorbeikamen. Hier hielten alle Traktoren eng beieinander, dass man den Ausführungen von Heiko Achenbach ohne abzusteigen folgen konnte. Ein Wegekreuz markierte in vergangenen Jahrhunderten die Kreuzung an der Gewann " Am Steinernen Kreuz" seit 1762. ( am Krutze 1447, Am Creutzwegk 1589) Das Wegekreuz wurde im Jahr 2003 durch die Ortsgemeinde wieder errichtet und ein Speierling gepflanzt, dieser Baum war in den Neunzigern vom Aussterben bedroht.
Auf dem Mönch- Bischheimer Hof wurde die Gruppe von Familie Dahlem empfangen. Nach einem kurzen Umtrunk konnten man den Ausführungen von Adolf Dahlem über die Geschichte des Hofes lauschen und es folgte eine interessante Führung über das Anwesen, mit Park, Garten und Gewölbe.
Zurück in Richtung Ort stoppten die Traktoren am Wäschbach, der erst ab dem Zusammenfluss mehrerer Bäche von Hangen-Weisheim und Ober-Flörsheim kommend Altbach in Höhe der Haumühle Altbach heißt. Hier konnte Heiko Achenbach genauer Auskunft geben über die Renaturierungsmaßnahmen und die Entstehung der Retenzionsflächen, die im Rahmen der Aktion BLAU der Landesregierung Starkregenereignisse vorbeugen und die Gundersheimer vor Hochwasser schütze sollen.
Im Höllenbrand konnten Informationen über den großen Trullo, dessen Spitzdach von den Gemeindearbeitern und Helfern wiederhergestellt wurde, gegeben werden, ebenfalls über die Geschichte der Trulli, und wie diese nach Rheinhessen kamen. Dann begann es zu regnen, so dass der geplanten Umtrunk am neu gestaltetem freien Platz im Höllenbrand mit entstehendem Insektenhotel, ins Bürgerhaus verlegt werden musste.
Hier wurde der Abend bei einem Gläschen Rotwein und Dankesworten gemütlich ausklingen gelassen und bereits neue Ideen für Aktionen in 2015 entwickelt.