Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Gut gespielt, aber ohne Ertrag
Mo., 23. Oktober 2023, 18:04 Uhr
FUSSBALL-OBERLIGA: Die TSG Pfeddersheim in der Fremde immer noch ohne Sieg
Gut gespielt, aber ohne Ertrag
Fast ein ganzes Jahr ist Rouven Amos, mit einem Achillessehnenriss, ausgefallen. Nach seiner Rückkehr konnte er sich sehr schnell auf der rechten Defensivposition, einen Stammplatz sichern und hat von seinem Offensivdrang nichts verloren. Archivbild: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Seit sieben Spieltagen wechseln bei der TSG Pfeddersheim Erfolg und Misserfolg regelmäßig ab. Zuhause hui und Auswärts pfui. Beim Konkurrenten gegen den Abstieg, FC Cosmos Koblenz, setzte es für die TSG mit 0:3 die neunte Niederlage in zehn Begegnungen auf des Gegners Platz. Doch diesmal war etwas anders als sonst. Die Leistung stimmte, was Trainer Mario Cuc sehr zuversichtlich macht, dass der erste Sieg in der Fremde nicht mehr lange auf sich warten lässt.
„Seit dem Spiel bei der Arminia, haben wir zwei bis drei fehlende Muster erkannt und im Training gezielt darauf hingearbeitet. Seitdem sind wir in der Fremde konkurrenzfähiger.“ Nur am Rande kurz vermerkt, das nächste Auswärtsspiel ist bei der Wormatia. Dafür hat Trainer Mario Cuc noch gar keinen Sinn, denn zuvor stehen erst einmal zwei Heimspiele auf dem Zettel – mit dem Druck, zumindest gegen Quierscheid erfolgreich sein zu müssen.
Vergebene Chancen
Für das Lob, das beste Auswärtsspiel in dieser Saison gemacht zu haben, gibt es keine Punkte. „So bitter kann Fußball sein. Wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Auch wenn das Resultat sehr deutlich ist“, erklärt Trainer Mario Cuc. Vor allem in der ersten Hälfte trauerte er den vergebenen Chancen nach. Das Offensivspiel war eigentlich gut anzusehen. Sie konnten auch spielerisch einige Akzente setzen. Trotz schlechter Platzverhältnisse lief der Ball gut durch die eigenen Reihen. Nur im Strafraum wurde kein erfolgreicher Versuch kreiert. Es ist einfach kein Torjäger vorhanden. Da helfen der höhere Ballbesitzanteil oder die Dominanz auch nicht weiter, wenn keine Tore dabei herausspringen.
Trainer Mario Cuc: „Wir mussten in Führung gehen, die letzte Konsequenz fehlt einfach noch.“ Zwei Hochkaräter hatte Ryoji Matsumura auf dem Fuß. Bei einem gut anzusehenden Spielzug knallt er aus kürzester Entfernung den Ball über den Kasten und kurz darauf traf er nur das Außennetz. Die Gastgeber sind nur bei einem gefährlichen Eckball in Erscheinung getreten.
Gute Körpersprache trotz Gegentreffer
Nach der Pause hatten die Gastgeber mehr Elan aufgebracht und haben sich am Spiel beteiligt, ohne groß oder gefährlich in Erscheinung zu treten. In der 56. Minute nahm das Unheil für die TSG ihren Lauf. Ein direkt verwandelter Eckball durch Leonardo Oka brachte den Rückstand.
„Vor Wochen wären die Köpfe sofort nach unten gegangen. So ein Tor kann immer einmal passieren. Die Spieler hatten aber ein gutes Gefühl, das Spiel noch zu drehen und haben sofort Druck aufgebaut“, sprach Trainer Mario Cuc über die erfreuliche Körpersprache von seinem Team. Einige gute Bälle wurden gefährlich in den Strafraum gespielt, ein Abnehmer wurde vergeblich gesucht.
Tor nach Einwurf inakeptabel
Beim zweiten Gegentreffer, war er nicht mehr so amüsiert. „Dieses Tor darf so nicht fallen. Alle drehen den Koblenzer, bei einem Einwurf, den Rücken zu. Das war viel zu billig.“ Nazif Tchadjei war mit seinem Treffer der Nutznießer.
Mit dem 3:0 von Joe N`Diaye war das Spiel in der 75. Minute gelaufen. Trainer Mario Cuc versuchte es noch mit einem vierfachen Wechsel, aber vergebens.
Frust am Ende des Spiels
Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung riesengroß bei den Spielern. Alle fragten sich, was in den neunzig Minuten so alles passiert ist und wieso keine Punkte mitgenommen wurde. „ Es ist schon frustrierend. Wir haben alles reingehauen. An den guten Aktionen müssen wir uns hochziehen. Meine Jungs haben gesehen, dass es möglich ist. Sie müssen sich halt auch belohnen.“
Immer mehr zu sehen, ist die Handschrift von Mario Cuc. Zugute kommt bei seiner Arbeit, dass die letzte englische Woche Anfang Oktober war. So konnte er mit seiner Mannschaft intensiver und konzentrierter arbeiten. „An unserem Fitnesslevel konnten wir schrauben und auch andere Dinge verbessern. Wir müssen bereit sein, gegen jedes Team, zu versuchen die Punkte zu ergaunern.“
Neues Spiel, neues Glück
Am besten gleich am Samstag um 15.30 Uhr gegen die Spvgg Quierschied. Gleichzeitig handelt es sich hierbei um das letzte Spiel in der Hinrunde. Die Saarländer stehen zwei Plätze vor der TSG in der Tabelle, mit gerade einmal zwei Punkte mehr auf dem Konto.