Do., 10. April 2014, 18:48 Uhr
Wormser SPD verabschiedet Kommunalwahlprogramm zur Kommunalwahl 2014 / Wahlprogramm online
„Gute Bildung, starke Wirtschaft, bezahlbarer Wohnraum“
„Mit unseren öffentlichen Themendialogen zu Bildung, Wirtschaft, Soziales, Kultur oder etwa Sport haben wir unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl offen gestaltet und sehr viele Anregungen erhalten“, freute sich Jens Guth als Vorsitzender der Wormser Sozialdemokratie über den bisherigen Weg zur Kommunalwahl.
„Wir lassen kein Kind zurück, Gebührenfreie Kitas, bezahlbarer Wohnraum, Arbeit in der Region – wir handeln statt zu reden“, erinnerte Guth im Hessischen Hof in Rheindürkheim an rund 280 gerettete Arbeitsplätze bei der heute wieder erfolgreichen Firma Kinnarps. „Um Arbeitsplätze zu erhalten, setzen wir uns auch künftig für eine intensive Bestandspflege unserer Gewerbebetriebe ein“, so Guth weiter. Zu Gunsten neuer Ausbildungs- und Arbeitsplätze forderte er außerdem, möglichst zeitnah kleinere Gewerbegebiete auszuweisen um auch zukünftig Möglichkeiten zur Ansiedlung von produzierendem Gewerbe sicherzustellen.
Kein Tafelsilber veräußern
Auch Timo Horst bekannte sich als Fraktionsvorsitzender der Wormser SPD für eine starke Wirtschaft und somit zu Arbeits- u Ausbildungsplätzen. Darüber hinaus stellte er sich liberalkonservativen Gedankenspiele von Privatisierungen städtischer Beteiligungen wie zum Beispiel der Wohnungsbau entgegen: „Für schnelles Geld veräußern wir kein Tafelsilber, um anschließend beispielsweise stark steigende Mieten beobachten zu müssen“, so Horst nach einem kurzen Grußwort des Rheindürkheimer Ortsvorsteherkandidaten Manfred Sippel. „Gleichzeitig sei das Ziel der SPD auch Bürgerbeteiligung und Partizipation stärker in den Fokus zu nehmen“, so Horst. Auch in der Bildungspolitik möchte man die gewählten Schwerpunkte weiter fortsetzen. „Wir lassen kein Kind zurück – das muss unser Ziel sein“, erklärte der Fraktionschef.
Programm einstimmig verabschiedet
Dank der vorangegangenen, öffentlichen Dialogreihe entspannen sich letztlich nur kleinere Diskussionen, bevor das Wahlprogramm einstimmig verabschiedet werden konnte. So wurde etwa das Ziel einer zu stärkenden E-Mobilität vor Ort in Worms durch ein umfassenderes Mobilitätskonzept erweitert oder ein kostengünstiges und gesundes Mittagessen an Ganztagesschulen und Kindertagesstätten mit regionalen Anbietern ergänzt.
Lebenswerte Stadt im Wandel
„Unser stetes Wirken verleiht Worms langfristig ein neues Gesicht“, urteilte Kissel – „auch wenn wie im Falle der zweiten Rheinbrücke über Jahrzehnte auf Landes- und Bundesebene nachgehakt werden musste“. Bedeutend schneller können nach Angaben des Oberbürgermeisters einzelne Grünanlagen und Plätze umgestaltet, Schulen modernisiert, Kindertagesstätten ausgebaut, Kanäle und Straßen saniert werden. „Schritt für Schritt und nach Prioritäten gestaffelt, wird unsere Stadt noch lebenswerter“, warb Oberbürgermeister Michael Kissel allerdings auch mahnend für Verständnis, dass aufgrund der herausfordernden Haushaltslage aller Städte immer wieder Kompromisse zu berücksichtigen sind.
„Wir sind in Worms verwurzelt und möchten unsere Stadt weiterhin vorwärts bringen“, bekräftigte Oberbürgermeister Michael Kissel abschließend den Anspruch der SPD, im Zuge der Wahlen stärkste Kraft im Stadtrat zu bleiben.
Wahlprogramm online
Das Programm der Wormser SPD zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 kann unter
www.spd-worms.de eingesehen werden.