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So., 10. Dezember 2017, 19:59 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks unterliegen am Sonntag in einem tollen Eishockey-Match den Eisbären mit 1: 4 Toren
Gute Leistung der Adler nicht belohnt
Adler (rote Trikots) und Eisbären lieferten sich am Sonntag ein tolles Match. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Adler warten immer noch auf den ersten Sieg unter dem neuen Coach Bill Stewart. Am Sonntag gab es für Mannheimer eine 1:4 (0:0/1:1/0:3) Heimniederlage gegen die Berliner Eisbären. Damit stehen am Wochenende zwei verlorene Matches für die Badener zu Buche. Es mag bei zwei Pleiten merkwürdig klingen, aber bei den Mannheimern sind unter dem neuen Coach durchaus Fortschritte zu erkennen. Der Kampf und die Moral stimmten am Sonntag. Von der Leidenschaft her machten die Mannheimer ein gutes Spiel. Die Mannschaft scheint wieder ein Team zu sein. Was die Blau-Weiß-Roten wieder auf die Verliererstraße brachte, waren einige Schnitzer in der Abwehr. Auch wird man wohl keine Partie gewinnen, wenn man nur ein Tor schießt. Wobei das Ergebnis sicher um zwei Tore zu hoch ausfällt, doch insgesamt agierten die Berliner einfach cleverer und nutzten die Abspielfehler in der Mannheimer Hintermannschaft konsequent aus. Zur Ehrlichkeit gehört allerdings auch, dass die Berliner Führung nicht herausgespielt, sondern ein Eigentor der Adler war. Und so etwas ist nun mal Pech. Und erst ab diesem Treffer zum 2:1 in der 41. Minute kippte das Match auf die Seite der Berliner.
Zur Chronologie
1. Drittel
Es war ein intensives und kampfbetontes Drittel bei dem die Adler zunächst das stärkere Team waren. Da die Abwehrreihen beider Teams gut standen, sodass die ganz großen Torchancen zunächst aber noch ausblieben. In der 17. Minute besaß dann Adler-Stürmer Chad Kolarik in Überzahl die große Gelegenheit zum 1:0, aber er verpasste. Nur eine Minute später lief der Berliner Sven Ziegler alleine auf Adler-Torsteher Dennis Endras zu, doch auch der Eisbär konnte den Puck nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Wenige Sekunden vor Schluss des Drittels besaß Adler-Offensivverteidiger Sinan Akdag noch ein große Chance, aber wieder kein Tor. So blieb es beim 0:0 unentschieden zur Pause.
2. Drittel
Der zweite Abschnitt war noch intensiver und sehenswerter als das erste Drittel. Die Adler legten noch eine Schippe drauf und agierten körperbetont und mit viel Zug zum Tor. In der 28. Minute war es dann soweit und Adler-Stürmer Chad Kolarik markierte in Überzahl die 1:0 Führung. Die Adler weiter stark und im Vorwärtsgang, aber durch Strafzeiten brachten sich die Mannheimer selbst in Schwierigkeiten. Mit viel Kampf und Leidenschaft überstanden die Badener zwar zwei numerischen Unterzahlsituationen, als alle dann aber schon dachten, es ging mit der knappen Mannheimer Führung in Pausen, erzielte Jamison MacQueen den 1:1 Ausgleich.
3. Drittel
Der letzte Abschnitt hatte kaum begonnen, da spielte der Berliner Louis-Marc Aubry einen Pass vor das Mannheimer Gehäuse und dort fälschte Adler-Stürmer Garrett Festerling den Puck ins eigene Tor. Ein klassisches Eigentor, auch wenn es so etwas im Eishockey offiziell nicht gibt und der Eisbär den Treffer zuerkannt bekam.
Ab der 44. Minute die Mannheimer mit einem starken Powerplay, aber leider ohne Fortune und Torerfolg. Erfolgreicher die Eisbären, in der 48. Minute traf Martin Buchwieser zur 3:1 Führung. Dies war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Im Anschluss Mannheim zwar bemüht, aber irgendwie war die Luft ein wenig raus. Dann waren noch fünf Minuten zu spielen und den Badenern rannte die Zeit davon. Drei Minuten vor dem Ende nahm Trainer Bill Stewart den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Aber es brachte nichts mehr, den Eisbären gelang sieben Sekunden vor Schluss sogar noch der Treffer ins leere Adler-Tor zum 1:4 Endstand.