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  • Do., 27. Februar 2025, 16:10 Uhr
    PASTORALRAUMKONFERENZ: Patron der künftigen katholischen Pfarrei Worms-Wonnegau steht fest

    Habemus Patronum!

    Mit dem heiligen Nikolaus hat die künftige Pfarrei einen Wegbegleiter, der, wie das Relief über dem Portal der Nikolauskapelle zeigt, auch helfen kann, selbst auf stürmischer See den Kurs zu halten.
    Foto: Domgemeinde Worms/Norbert Rau

    Die Pastoralraumkonferenz hat entschieden: Patron der künftigen katholischen Großpfarrei Worms-Wonnegau soll der heilige Nikolaus werden. Wenn zum 1. Januar 2026 aus den jetzt noch 33 Einzelgemeinden eine große Pfarrei gegründet wird, soll sie den Namen „Sankt Nikolaus Worms-Wonnegau“ tragen.

    „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, berichtet Michael Beermann, Gemeindereferent und Koordinator für den Pastoralraum. Man habe in allen Gemeinden zunächst um Vorschläge gebeten. Die insgesamt 36 eingegangenen Vorschläge seien dann in der Pastoralraumkonferenz beraten worden, wo man sich zunächst auf einige Kriterien für den künftigen Namen verständigt habe. So sollte etwa bewusst kein Heiliger Patron der künftigen Pfarrei werden, der schon jetzt Namenspatron einer der bestehenden Gemeinden sei. Gleichzeitig sollte der künftige Patron auch einen regionalen Bezug zu Worms haben.

    Geistlicher „Wahlkampf“ beendet

    Im November 2023 habe sich die Pastoralraumkonferenz schließlich aus den Vorschlägen für drei entschieden, die in die engere Wahl kamen: der heilige Nikolaus, die heiligen Rupert und Erentrud, die beide aus Worms stammen und im 8. Jahrhundert den Glauben nach Süddeutschland getragen haben, und schließlich der Weinpatron, der heilige Urban.

    „Mehr als ein Jahr haben wir uns Zeit genommen, diese drei in den Gemeinden bekannt zu machen“, berichtet Katharina Kron, Gemeindereferentin und Koordinatorin für den Pastoralraum. Es sei eine Art geistlicher „Wahlkampf“ gewesen. In den einzelnen Gemeinden wurden Stimmungen und Meinungen eingeholt.

    Knappe Stichwahl

    In der Pastoralraumkonferenz selbst hat nun Propst Tobias Schäfer noch einmal die Tragweite der Entscheidung hervorgehoben: „Der Patron der Pfarrei ist mehr als bloß ein Label für die künftige Pfarrei. Er ist unsere Brücke, unser Fürsprecher im Himmel.“ Es gehe also um eine Herzensentscheidung. In zwei Wahlgängen fiel am Ende die Entscheidung in einer knappen Stichwahl zwischen dem heiligen Urban und dem heiligen Nikolaus.

    „Mit Nikolaus haben wir uns für einen Patron entschieden, der ein großes Herz für die Armen hatte, der aber zugleich auch ein kluger Organisator in schwierigen Zeiten war“, erläutert der Propst. Auch zur Zeit des heiligen Nikolaus sei die Kirche durch massive Umbrüche herausgefordert gewesen. 

    Folgenreiche Mitgift

    Der regionale Bezug zu Worms sei vor allem dadurch gegeben, dass mit der Schenkung einer Nikolausreliquie an den Wormser Dom um das Jahr 980 durch die Kaiserin Theophanu, eine Prinzessin aus dem byzantinischen Reich, die Verehrung dieses heute so populären Heiligen im Abendland in Worms ihren Ausgangspunkt genommen habe. Die Nikolauskapelle des Wormser Domes sei eines der ersten Gotteshäuser im Abendland gewesen, das diesem Heiligen geweiht wurde. Dort wurde dessen Fingerknochen auch jahrhundertelang aufbewahrt, bis die Reliquie vermutlich den Plünderungen und Zerstörungen der Franzosen 1689 zum Opfer fiel. 

    Bischof entscheidet

    Die Entscheidung der Pastoralraumkonferenz werde nun dem Bischof vorgelegt, der das letzte Wort habe, erläutert Michael Beermann. Aber man rechne fest damit, dass sich der Bischof dem Votum des Pastoralraums anschließe.

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