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  • Mi., 23. Juli 2014, 20:48 Uhr
    Stadtrat: Ortsvorsteher und Stadtratsmitglieder verpflichtet / Vielfältige Aufgaben warten

    „Haben Sie Freude an der Mitgestaltung unserer schönen traditionsreichen Stadt"

    Gemeinsam zum Wohl der Stadt Worms und der Stadtteile: Oberbürgermeister Michael Kissel und die neu gewählten Ortsvorsteher. Foto: Lili Judith Oberle


    Von Benjamin Kloos Feierlich ging es am Mittwoch im Ratssaal des Wormser Rathauses zu - denn in der konstituierenden Stadtratssitzung nach der Kommunalwahl am 25. Mai stand zunächst die Ernennung, Einführung und Vereidigung der Ortsvorsteher und deren Stellvertreter sowie die Verpflichtung der Ratsmitglieder auf der Tagesordnung.

    Gerade bei den Ortsvorstehern hat es in den Wormser Vororten einige Veränderungen gegeben. In Margit Zobetz in Ibersheim, Johann Nock in Leiselheim, Uwe Merz in Neuhausen, Ernst-Dieter Neidig in Pfiffligheim, Andreas Wasilakis in Herrnsheim und Alexandras Stefikos in Heppenheim gibt es gleich sechs neue Ortsvorsteher. Im Amt bestätigt wurden Alfred Haag in Pfeddersheim, Karlheinz Henkes in Wiesoppenheim, Timo Horst in Hochheim, Volker Janson in Horchheim, Adolf Kessel in Rheindürkheim, Hans-Peter Weiler in Abenheim und Heinz Wößner in Weinsheim.

    Bei den Stadtratsmitgliedern gab es ebenfalls zahlreiche neue Gesichter zu entdecken - und dies nicht nur, weil verdiente Ratsmitglieder nicht mehr angetreten waren, sondern vor allem auch, weil die Wähler von ihrem Recht Gebrauch und die Listen intensiv durcheinander gewirbelt haben. Und, weil sich die Parteienlandschaft verändert hat, mit der NPD eine weitere Partei im Stadtrat vertreten ist. Alle 52 Ratsmitglieder wurden durch Oberbürgermeister Michael Kissel durch Handschlag verpflichtet.

    Einzige Ortsvorsteherin unter Männern: Margit Zobetz. Foto: Lili Judith Oberle


    Bevor es zum offiziellen Teil der Tagesordnung kam, nutzte Oberbürgermeister Michael Kissel die Gelegenheit zu einer Ansprache an die Ratsmitglieder und die zahlreich erschienenen Besucher. Dabei wies er auf die vielfältigen Aufgaben hin, die in den kommenden Jahren auf die Ratsmitglieder und den Stadtvorstand warten.

    „Es geht dabei gleichermaßen - und darin liegen sowohl die Schwierigkeit als auch der Reiz der Aufgabe - um die Stärkung der Wirtschafts- und Steuerkraft und damit um die Sicherung bestehender und die Schaffung zukunftsfähiger Ausbildungs- und Arbeitsplätze und somit auch um die Entwicklungschancen des Wirtschaftsstandortes Worms, um den bedarfsgerechten und qualitativen Ausbau unserer Betreuungs- und Bildungsangebote, um Chancen- und Bildungsgerechtigkeit, um Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft und damit vor allem um die Belange von Kindern, alten und behinderten Mitmenschen, um die Bewahrung und Pflege unseres reichen geschichtlichen Erbes sowie die Nutzung der darin liegenden Potenziale, um die Pflege des interkulturellen Dialogs, Integration und aktive Teilhabe von Bürgern mit Migrationshintergrund, um das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Ordnung, nach gleichwertigen Lebensverhältnissen in allen Stadtteilen und die Vermeidung sozialer Segregation, um die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen und der uns anvertrauten Schutzgüter und um die Fortschreibung unseres bewährten Verkehrskonzeptes im Sinne eines integrierten Mobilitätskonzeptes", betonte Oberbürgermeister Michael Kissel.

    Gleichzeitig hob Kissel das große ehrenamtliche Engagement in Worms hervor und dankte allen engagierten bürgerschaftlich getragene Vereinigungen. „Jenseits aller Haushalts- und Finanzprobleme darf festgestellt werden: Hinsichtlich des ehrenamtlichen Engagements ist Worms eine überaus reiche Stadt! Der Pflege, Förderung und Wertschätzung des Ehrenamtes sollte deshalb unsere gemeinsame Aufmerksamkeit gehören."

    An die neugewählten Ratsmitglieder hatte Kissel noch einige besondere Worte dabei: „Das Mandat im Stadtrat ist auch mit der Freude an der Mitgestaltung unserer schönen traditionsreichen Stadt Worms verbunden, die trotz vieler Höhen und Tiefen in ihrer langen Geschichte eine gute Entwicklung genommen und neues Selbstbewusstsein gewonnen hat. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute und im Interesse unserer Stadt und ihrer Bürger erfolgreiche Zusammenarbeit in der vor uns liegenden Wahlperiode."

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