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  • Mo., 17. Juli 2023, 13:41 Uhr
    STADTMEISTERSCHAFT: Mit der Wormatia II ist auch der zweite Finalist aus dem Vorjahr ausgeschieden

    Halbfinale stehen an

    Diese Chance von Kevin Borlinghaus geht noch am Tor vorbei. Bei seinem zweiten Torschuss zielte er besser und traf zum wichtigen Anschluss. Foto: Marcus Diehl


    Von Marcus Diehl › Bei der Fußball-Stadtmeisterschaft fanden am Wochenende die Viertelfinale statt. Die erste Partie war ein echter Klassiker. Landesligist VfR Wormatia Worms II und der Bezirksligaaufsteiger ASV Nibelungen Worms standen sich gegenüber. Die Begegnung lockte viele Zuschauer nach Leiselheim. Erfreulich, dass die Gastgeber, der SV Leiselheim, für ihre vorbildliche Organisation, durch den großen Andrang belohnt werden. Es war nicht das große Offensivspektakel oder ein überragendes Spiel, aber ein sehr interessantes alle Mal mit einem glücklichen Ende für die Nibelungen. Der Ausgleichtreffer in der regulären Spielzeit ist Sekunden vor dem Ende gefallen. Verdient war der Ausgleich durchaus. Im anschließenden Elfmeterschießen zeigten sie sich treffsicherer als der VfR. Nach einem 2:2 in der 90. Minuten siegte der ASV am Ende mit 8:7. Jedes der zwei Teams konnte eine Halbzeit für sich entscheiden. Zur Pause führte die Wormatia verdient mit 2:0. Philipp Bach traf per Elfer zur Führung und kurz darauf erhöhte Lazar Ilic mit einem trockenen Schuss, schräg ins obere Eck. Der ASV war zu passiv, hat seinem Gegner das Feld überlassen und konzentrierte sich zu stark auf die Defensive. Die einzige Chance hatte Kevin Borlinghaus. Im Strafraum konnte er sich gegen zwei Wormaten behaupten, sein Schuss ging am Tor vorbei. Sonst hatte der VfR das Spiel weitestgehend im Griff, ohne sich große Chancen zu erarbeiten.

    Ein ganz anderes Bild in Hälfte zwei. Beide Teams wechselten einige Hochkaräter in ihr Team. Richtige Wirkung zeigte es nur beim ASV. Sie übernahmen die volle Kontrolle. Sie legten auch kämpferisch eine Schippe darauf. Teilweise hatte die Begegnung etwas von Pokalspielcharakter. In der 63. Minute fiel der Anschlusstreffer. Ein Stellungsfehler in der VfR-Abwehr nutzt Daniel Zolotarev mustergültig aus. Nach seinem Querpass hatte Kevin Borlinghaus keine Probleme das Spielgerät einzuschieben. Angetrieben vom eingewechselten Spielertrainer Rico Renner rollte nun ein Angriff auf den anderen in Richtung VfR-Gehäuse. Mit der Einwechslung vom zweiten Spielertrainer Tobias Scheuermann und davor schon mit Jens Ihrig, war eine geballte Offensivpower bei den Grünen auf dem Platz. Der VfR reagierte nur noch. Nach vorne war nicht mehr viel los. Nach einem Freistoß hätte Kamron Vaughn, für die Entscheidung sorgen können. Seine Direktabnahme war zu ungenau. Ein Eckball führte dann zum Ausgleich. Dominik Schwarz köpfte in Richtung Tor und Jens Ihrig verlängerte den Ball ins Gehäuse. Im anschließenden Elfmeterschießen waren die beiden Torhüter Yannick Selzer, Wormatia, und Belami Tododovic, Nibelungen, auf der Höhe. Beide konnten jeweils zwei Elfmeter entschärfen. Der letzte Elfer von der Wormatia knallte an die Latte. Dominik Schwarz verwandelte im Anschluss für die Nibelungen.

    Eine klare Sache war das zweite Viertelfinale im Anschluss. Der SV Horchheim konnte die Normannia Pfiffligheim mit 7:0 deklassieren. Viel mehr Tore lagen dabei noch in der Luft, denn es hätte auch zweistellig ausgehen können. Bei der Normannia fehlten auch einige wichtige Akteure. Beim SVH war Torjäger Lars Freese nicht dabei. Sogar der Ehrentreffer war der Normannia verwehrt. Sie scheiterten mit einem Elfmeter an Torhüter Maximilian Schäfer. Zur Pause stand es 4:0. Domenico Gagliardi, Marcel Günther und zweimal Marc Blaser waren die Torschützen. Die zweite Hälfte verlief etwas gemächlicher. Marc Blaser, Malte Rheinheimer und Enes Ünal erhöhten das Ergebnis.

    Im dritten Viertelfinale musste die TSG Pfeddersheim II sich etwas strecken, um gegen die Rhenania aus Rheindürkheim die Oberhand zu behalten. Erst in der zweiten Hälfte konnten die Weichen auf Sieg gestellt werden. Auch wenn der 5:2 Sieg sich deutlich anhört, so war der Spielverlauf auf keinen Fall. Die TSG konnte, standesgemäß, früh in der Partie in Führung gehen. Arthur Ermilow erzielte in der zweiten Spielminute das 1:0. Die Rhenania zeigte sich keines Falles schockiert. Ganz im Gegenteil, sie steckten es locker weg und schlugen eiskalt zurück. In der 24. Minute war die Partie gedreht. Mittelfeldspieler Timo Widder traf zweimal für die Rhenania. Mit diesem Ergebnis gehen beide Parteien in die Halbzeitpause. Auch geschuldet, weil die TSG durch Mikheili Kopaliani einen Elfer an den Pfosten setzt. Nach der Pause schaltete die TSG in den fünften Gang und bei der Rhenania war der Tank mehr als leer. Der Ausgleichtreffer von Markus Schygulla ist zu früh gefallen, aus Sicht der Rhenania. Die Beine wurden immer schwerer und bei den entscheidenden Zweikämpfen war die TSG immer einen Schritt zu Spät. In der 62. Minute war die Partie durch Radwan Maho endgültig gedreht. Markus Schygulla mit seinem zweiten Treffer und Philipp Neumann mit dem Schlusspunkt stellten das Ergebnis noch in die Höhe.

    Im letzten Viertelfinale kam es zu einem reinen B-Klasse Duell. Die beiden Nachbarn, TuS Wiesoppenheim und TuS Weinsheim trafen aufeinander. Eine Partie, die erst in der Schlussphase entschieden werden konnte. Durch das frühe Tor von Arthur Jerchel führte der TuS Wiesoppenheim lange die Partie an. Die bessere Mannschaft war aber der TuS Weinsheim. Sie hatte klares Oberwasser, ohne richtig konsequent vor dem Tor zu sein. Christian Dietrich machte eigentlich alles richtig. Auf dem Weg zum Ausgleich konnte er den Torhüter noch ausspielen. Sein anschließender Torschuss war etwas zu schwach und der Wiesoppenheimer Sergej Gogolew kratzte den Ball noch von der Linie. In der zweiten Hälfte wurden die Weinsheimer immer stärker, doch mit der Belohnung sollte es nicht funktionieren. Sie stellten ihre Fans auf eine Geduldsprobe. Dass am Ende doch noch ein 3:1 Sieg herausspringen sollte, war so nicht zu ahnen. In den letzten 10 Minuten hatten sie ihr Zielwasser getrunken. Christian Dietrich gelang der Dosenöffner. Kurz darauf brachte Benjamin Bienefeld die Führung und in der Nachspielzeit Michael Timmler die Entscheidung.
    Halbfinale:
    ASV Nibelungen Worms – SV Horchheim Dienstag 19 Uhr
    TSG Pfeddersheim II – TuS Weinsheim Mittwoch 19 Uhr
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