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  • Do., 17. Dezember 2015, 17:54 Uhr
    Anstelle des Außenbeckens könnte eine komplett neue Schwimmhalle am Heinrich-Völker-Bad entstehen

    Hallenbad soll umgebaut werden

    Am rechten Bereich des Hallenbades befindet sich der Außenschwimmbereich. Dieser soll durch ein überdachtes Lehrschwimmbecken ersetzt werden. Foto Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Das Warmwasseraußenbecken des Wormser Hallenbades ist im Jahr 1997 in Betrieb gegangen und erfreut sich bei den Besuchern großer Beliebtheit. Dennoch ist es aus mehreren Gründen zu einem „Problemfall“ geworden, sodass eine umfänglich und teure Sanierung notwendig ist. Da ist einmal der stetige Wasserverlust aus dem Becken, der auch die darunter liegenden Bereiche in starke Mitleidenschaft zieht. Darüber hinaus müssen die Filteranlagen angepasst werden. Der wohl größte Knackpunkt ist jedoch der große und teure Energieverlust, der bei der Wassertemperatur von 30 Grad entsteht. Dadurch werden bei dem Freiluftbecken jährlich etwa 37.000 Euro einfach so in die Atmosphäre „geblasen.“ Dies passt nicht mehr in die Zeit von Klimaschutz und der Steigerung der Energieeffizienz.

    Überdachtes Lehrschwimmbecken

    Baudezernent Uwe Franz informierte den NK jetzt über die Entscheidung im nicht-öffentlichen Teil der Novembersitzung des Stadtrates, dass anstelle des Außenbeckens ein völlig neues, überdachtes Lehrschwimmbad entstehen könnte. Die Größe ist mit 15 auf 10 Meter geplant und es soll kombiniert genutzt werden können. Zu bestimmten Zeiten stünde es als Lehrschwimmeinrichtung zur Verfügung, zu anderen Zeiten in der bisherigen Funktion als „Wellnessbecken“ mit Düsen und Sprudlern.

    Benötigte Fördergelder

    Notwendig für die Verwirklichung des überdachten Beckens ist allerdings der Erhalt von Fördergeldern. Denn der Bau kostet rund vier Millionen Euro. Ein spezielles Bundesprogramm in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro eröffnete jetzt Chancen zur Realisierung des Vorhabens. Die Stadt hat daher fristgerecht einen Antrag bis zum 13. November gestellt. Würde Worms mit dem Schwimmbecken in dem Bundesprogramm Berücksichtigung finden, könnte die Nibelungenstadt mit einer 90-prozentigen Übernahme der Kosten rechnen. Ohne eine Unterstützung lässt sich das ehrgeizige Vorhaben wohl aber nicht verwirklichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Worms berücksichtigt wird, ist allerdings sehr gering, so Uwe Franz gegenüber dem NK, denn es werden sich sehr viele Kommunen mit hunderten von Projekten anmelden.

    Alternativen

    Stellt sich die Frage, was passiert, wenn keine Fördermittel fließen? Uwe Franz erklärte hierzu, dass man sich dann in den Gremien ganz neu zusammensetzen müsse. Das ehrgeizige Vorhaben des neuen Schwimmbeckens mit Überdachung sei aber aus rein städtischen Mitteln wohl nicht finanzierbar. Die mögliche Konsequenz könnte eine „preisgünstige“ Sanierung des bestehenden Außenbeckens sein, wobei hinter dieser Überlegung mehre Fragezeichen stehen, von Klimaschutz bis zu den Bauskosten. Nicht auszuschließen ist daher eine Schließung des Außenbeckens.

    Carl-Villinger-Straße

    Ein prinzipielle Frage bei den Gedankenspielen um einen Umbau bzw. eine Erweiterung des Heinrich-Völker-Hallenbades ist natürlich, was wird mit den Überlegungen zu einem Lehrschwimmbad an der Car-Villinger-Straße? Die Wormser Schwimmvereine sowie die CDU hatten die Variante einer neue Schwimmhalle auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtenrei vor Monaten in den Raum gestellt. Klar dürfte sein, wird das neue überdachte Schwimmbecken anstelle des Außenpools innerhalb des Heinrich-Völker-Bades verwirklicht, ist das Lehrschwimmbad an der Cal-Villinger-Straße endgültig „gestorben.“ Kann das ehrgeizige Vorhaben des Umbaues der Außenbereiches am Hallenbad nicht realisiert werden, bleibt die neue Lehrschwimmhalle an der Carl-Villinger-Straße  auf der Agenda, auch wenn eine Verwirklichung in den nächsten Jahren aufgrund fehlender Finanzmittel wohl ausgeschlossen ist.

    Sporthalle

    Unabhängig von dem Lehrschwimmbad werden aber im nächsten Jahr wohl die Planungen für eine Dreifeld-Sporthalle an der Cal-Villinger-Starße beginnen. Die Halle soll nach deren Fertigstellung der Westend-Realschule und der Oberstufe des Eleonoren-Gymnasiums zur Verfügung stehen.

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