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  • Do., 12. November 2015, 10:01 Uhr
    Demographischer Wandel: Orthopädietechnik Strubel kombiniert traditionelle und innovative Geschäftsfelder

    Handwerk und Hightech für alle Generationen

    Mit großem Interesse folgen HWK-Hauptgeschäftsführerin Anja Obermann und VV-Bürgermeister Ralph Bothe den Ausführungen und Anwendungen von Elmar Strubel, der mit Unterstützung von Mitarbeiterin Jennifer Schmahl eine Orthese fertigt. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Unter dem Aspekt des demographischen Wandels als Wirtschaftsfaktor für das Handwerk, verschaffte sich Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, einen umfassenden Einblick in Gewerke, die ihren Fokus auf altersmäßige Entwicklung der Gesellschaft gerichtet haben. Hierzu gehört auch Orthopädietechnik Strubel. Seit Mitte März ist das innovative Unternehmen am neuen Standort im Monsheimer Gewerbegebiet ansässig. Neben den klassischen Produkten eines Sanitätshauses und modischer Kleidung für brustamputierte Frauen, hat sich Elmar Strubel mit seinem Team auch auf die Anfertigung von Prothesen und Orthesen spezialisiert. „Ziel ist die bestmögliche Versorgung für den Kunden”, erläutert der Orthopädietechnikmeister.

    Hightech und Maßanfertigung

    Bei der Herstellung kommt viel Hightech zum Einsatz, die Maßanfertigung für den Gliedmaßen-Ersatz erfordert eine Menge Know-how. Ein hohes Maß an handwerklichem Können ist dabei Grundvoraussetzung. Inzwischen hat sich der Jungunternehmer über die Grenzen der Region eine hervorragenden Namen gemacht. Nicht zuletzt auch aufgrund ständiger Fortbildungen und eigener Weiterentwicklungen. Ob bei Kleinkindern oder Menschen im hohen Alter. Das Ergebnis nach der Anprobe der medizinischen Hilfsmittel mache den Beruf zur Berufung, so Elmar Strubel, der bereits als 24-jähriger den Weg in die Selbstständigkeit gewagt hat.

    Chance und Risiko

    „Kein leichtes Unterfangen”, weiß Anja Obermann, dass der Schritt in die Selbstständigkeit neben dem Meisterbrief auch Kompetenzen, etwa im kaufmännischen Bereich, voraussetzt. Die Kammer stehe ihren Mitgliedern hinsichtlich einer optimalen Betriebsführung mit erfahrenen Ansprechpartner beratend zur Seite. Ein Angebot, dass auch Elmar Strubel gerne in Anspruch nahm, um erfolgreich sein Geschäftsfeld weiterentwickeln zu können. Das Handwerk biete eine Vielfalt von Marktchancen, so die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. „Mehr als je zuvor”, ermutigt Obermann, die Herausforderungen als Chance zu nutzen, um mit innovativen Konzepten, wie in den besuchten Handwerksbetrieben die eigene Karriere zu planen.

    Standortvorteil: Gute Erreichbarkeit

    Verbandsgemeindebürgermeister Ralph Bothe zeigte sich erfreut über die optimale Folgenutzung des Gebäudes in der Carl-Benz-Straße in Monsheim durch ein innovatives Unternehmen, das im bestens frequentierten Gewerbegebiet nicht nur für Kunden aus der VG, sondern über die Grenzen hinaus gut erreichbar sei. Zählungen des Landesbetriebes Mobilität hätten unlängst ergeben, dass es bis zu 7.000 Verkehrsbewegungen „Am Bockenheimer Weg” registriert gibt. Eine weitere gewerbliche Ansiedlungen aus der Nachbargemeinde Flörsheim-Dalsheim und eine weitere Auslastung der Lagerkapazitäten im Deichmann-Distributionszentrum seien weitere positive Nachrichten, so Ralph Bothe.

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