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  • Mi., 19. November 2014, 18:56 Uhr
    Neuwahl des Vorstandes des dbb- Bezirksverbandes Rheinhessen / Für Nachwuchskräfte attraktiv bleiben

    Hauptversammlung Bezirksverband Rheinhessen

    Der neugewählte Vorstand des dbb-Bezirksverbandes Rheinhessen mit dem Bezirksvorsitzenden Bardo Kraus (in der hinteren Reihe in der Mitte).


    Bei der Anfang November 2014 durchgeführten Neuwahl des Vorstandes des dbb-Bezirksverbandes Rheinhessen wurde der bisherige Bezirksvorsitzende Bardo Kraus aus Nackenheim wiedergewählt.

    Sein Stellvertreter ist auch zukünftig Manfred Funck aus Weinsheim. Neuer Schatzmeister ist Gerd Kröller aus Mainz. Zu Beisitzern gewählt wurden August Huhn (Oberdiebach), Hans-Georg Korsch (Wallertheim), Werner Lütkemeier (Mainz) sowie Peter Mertens (Worms). Dem bisherigen Schatzmeister Kurt Schröttke aus Wendelsheim, der nicht mehr kandidiert hatte, dankte Bardo Kraus dafür, dass er viele Jahre lang diese wichtige Aufgabe in vorbildlicher Weise wahrgenommen habe.

    Scharfe Kritik an der Landesregierung
    Scharfe Kritik an der zögerlichen Haltung der Landesregierung und der sie tragenden Koalition bezüglich der Überwindung der gesetzlich für fünf Jahre festgeschriebenen Besoldungserhöhung von jeweils nur einem Prozent übten die Teilnehmer der Hauptversammlung des dbb Bezirksverbandes Rheinhessen. Sie verwiesen auf die anhängigen Gerichtsverfahren und forderten eine deutliche Anhebung der Beamtenbezüge im kommenden Jahr.

    Bei der beabsichtigten Anhebung der Pensionsaltersgrenzen analog dem Rentenrecht müsse es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Möglichkeit des abschlagsfreien Ruhestandes ab dem 63. Geburtstag bei 45 Dienstjahren auch den Beamten eingeräumt werden müsse. Es gehe nicht, erklärte Bezirksvorsitzender Bardo Kraus, nur die Verschlechterungen aus dem Rentenrecht zu übertragen und zugleich die Verbesserungen den Beamten vorzuenthalten.

    In der Tarifpolitik wurde bedauert, dass immer noch keine Entgeltordnung für den kommunalen Bereich des TVöD vereinbart werden konnte. Bei den anstehenden Verhandlungen über die Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst müsse berücksichtigt werden, dass für den Erzieherberuf eine fünfjährige schulische Ausbildung gefordert werde. Dies müsse sich auch in einer adäquaten Bezahlung wiederspiegeln.

    Zusatzversorgung der Tarifbeschäftigten besorgniserregend 
    Besorgnis bestand im Hinblick auf die Zusatzversorgung der Tarifbeschäftigten. Eine weitere Verschlechterung, wie von einem Teil der Arbeitgeber gefordert, werde den öffentlichen Dienst weiter ins Hintertreffen bringen. Angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels gelte es vielmehr dafür zu sorgen, dass die Verwaltung auch für Nachwuchskräfte attraktiv bleibe.

    Der Bezirksvorsitzende konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf eine Reihe von Aktivitäten verweisen. So wurden Gespräche mit den neu gewählten Oberbürgermeistern von Mainz, Bingen und Ingelheim geführt. Regelmäßig lud der Bezirksverband zu interessanten Besichtigungen von Betrieben sowie der neuen Mainzer Synagoge ein. Das jährlich stattfindende Grillfest bietet die willkommene Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde im Kollegenkreis zu treffen.

     

     

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