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  • Mo., 21. Mai 2018, 16:49 Uhr
    Gemeindehaus feierlich nach Vernissage im Dom eingeweiht / Anspruch der Gastfreundlichkeit

    Haus am Dom auf der Zielgeraden

    Das Haus am Dom ist durch Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz eingeweiht worden.


    VON FLORIAN HELFERT Unmittelbar im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung zum Wormser Domjubiläum folgte am Freitagnachmittag die Einweihung des „Haus am Dom“ mit Weihbischof Dr. Udo Bentz. Dabei achtete Domprobst Tobias Schäfer darauf, „unabhängig vom Begrüßungsprotokoll“ gleich zu Beginn von den Architekten und Archäologen bis hin zu den Handwerkern allen beteiligten Akteuren zu danken – umso mehr, da das Ergebnis so vieler Mühen und Auseinandersetzungen genauso wie der Dom zu seiner Weihe vor tausend Jahren noch eine Baustelle sei. „Ich begrüße auch alle Gegner des Hauses und hoffe, dass eines Tages die Gräben überbrückt werden können“, äußerte Domprobst Tobias Schäfer passend zum Jubiläumsmotto „Aufgeschlossen“ einen Wunsch. Die Hand zur Versöhnung bleibe ausgestreckt.

    „Worms braucht dringend angemessene Räume“ zitierte Klaus Berg als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Domgemeinde eine bereits aus den 80er Jahren stammende Erkenntnis des unlängst verstorbenen Kardinals Karl Lehmann. Später erinnerte auch Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz als ehemaliger Kaplan der Domgemeinde vor rund 23 Jahren an die lange Sehnsucht nach einer der Größe der Kirchengemeinde angemessenen Räumlichkeit.

    Skizzierte Klaus Berg den Werdegang des neuen Gemeindehauses von den ersten Überlegungen in den 90er Jahren bis hin zum heutigen Stand, formulierte der Mainzer Weihbischof den Anspruch, gastfreundlich zu sein. Es gelte, sowohl gastfreundlich nach innen im Sinne der kirchlichen Gruppen als auch nach außen gegenüber den jährlich rund 300 bis 400.000 Touristen zu sein. „Ich hoffe, dass das Haus am Dom die Herzen der Wormser mehr und mehr erobert“, sagte Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz auch im Wissen um die Arbeit der City- und Touristenseelsorgerin vor Ort am Dom.

    „Aufgeschlossen ist unser Haus“, hieß danach Markus Landua, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, zur Haussegnung alle Gäste willkommen und überließ Bauleiter Jürgen Hamm den Hinweis auf die beiden Seminar- und Tagungsräume, die Jugendräume und Foyers sowie das Domcafé inklusive einem kleinem Domladen. „Im Namen der Stadt gratuliere ich der Domgemeinde“, beendete Oberbürgermeister Michael Kissel den langen Reigen der Redner, so dass die Gäste die Räume nach der feierlichen Haussegnung durch Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz frei erkunden sowie die Vorpremiere der ZDF-Dokumentation „Der Wormser Wunderbau: 1000 Jahre Kaiserdom“ betrachten konnten.

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