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Fr., 10. Mai 2013, 16:55 Uhr
TSG gelingt 3: 1-Erfolg! Da muss am Samstag um 15.30 Uhr gegen den SC Halberg-Brebach im Uwe-Becker-Stadion unbedingt nachgelegt werden
Heimsieg! Pfeddersheim sichert sich gegen Wirges drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt
Kam Marcel Veek (Mitte)in dieser Szene vor der Pause noch zu spät, so reagierte er in der 76. Minute schneller und bugsierte per Kopf den Ball zur 2:0-Fühunrg für die TSG Pfeddersheim in das Gästetor. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Norbert Hess, Trainer des Oberligisten TSG Pfeddersheim, sprach nach dem Ende des Spiels am Mittwoch gegen die verspätet angereisten Gäste aus Wirges Klartext: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, nur mit der Spielweise meiner Mannschaft nicht.” Da war von Abstiegskampf nicht allzu viel zu sehen, kritisiert Hess das Zweikampfverhalten seiner Truppe; die meisten Spieler wirkten zu gehemmt. „Da muss die Körpersprache eine ganz andere sein. Es war letztlich ein „dreckiger Sieg“ und wohl auch ein Ausgleich für die am letzten Samstag in der Nachspielzeit kassierte 2:3-Niederlage in Hauenstein, wo wir die bessere Mannschaft waren”, so Hess.
Gegen den Gast aus Wirges sah es 74 Minuten lang wahrlich nicht nach einem Pfeddersheimer Sieg aus, zumal Alex Nazarov in der 13. Minute nach einer Ecke freistehend per Kopf knapp vorbei zielte. Aber auch Glück auf TSG-Seite als Sven Oswald – Torhüter Thorsten Müller war ausgespielt – gerade noch vor der Linie einen Rückstand für die Platzherren verhindern konnte.
Im letzten Jahr in der Verbandsliga Südwest meist von Sieg zu Sieg geeilt, schien sich die Last des unbedingten „Gewinnenmüssens“ gegen Wirges nach wenig guten Ansätzen in den ersten 45 Minuten, nach der Pause noch lähmender auf die TSG-Akteure auszuwirken. Ausgenommen Matthias Lang und Sven Oswald, die sich trotz Muskelproblemen in den Dienst der Mannschaft stellten und dafür auch ein Sonderlob verdienten. Ansonsten ließ die Körpersprache nach Wiederanpfiff weiterhin nichts Gutes ahnen, und hätte Thorsten Müller bei einem Distanzschuss von Lars Bohm (48.) nicht seine Klasse gezeigt, so wäre sicherlich nicht gerade Gutes die Folge gewesen. Dafür hielt Glücksgöttin Fortuna – wohl das erste Mal so richtig um bisherigen Saisonverlauf – ihre Hand über den TSG-Kapitän, als sie einen Gästespieler dazu verführte, einen von Marcel Veek hoch gespitzelten Ball mit erhobener Hand abzuwehren. Schiedsrichter Thorsten Rock (Merzig) stand nicht weit davon und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Wer würde von den Platzherren den Mut haben, diesen so wichtigen Strafstoß zu verwandeln?
Es waren nicht gerade viele Kandidaten, ehe sich Routinier Arijan Berisha den Ball schnappte und mit einem knallharten Schuss genau in die Mitte des Tores traf. Nur zwei Minuten später gar das 2:0, als Alex Nazarov mit einem langen Ball hinter den Rücken der Gästeabwehr Marcel Veek auf die Reise schickte, dieser sich im Zweikampf gegen einen Gästespieler behaupten konnte und das runde Spielgerät per Kopf am zu spät heraus stürzenden Gästekeeper Agim Dushica vorbei in das leere Tor köpfte. War dies schon der Sieg? Man muss fast „Nein“ sagen, denn die Psyche der TSG-Spieler – was gerade die letzten Minuten in allzu vielen Spielen der Vergangenheit bestätigen – ist diesbezüglich einfach nicht stabil genug.
So auch in der 88. Minute, als sich nach einem flach hereingetretenen Eckball keiner für den Torschützen Arjan Dervishay richtig zuständig fühlte und der Ball aus kürzer Distanz im kurzen Eck einschlug. Jetzt wollten die Gäste – die den Klassenerhalt auch noch nicht ganz sicher haben – mehr. Der eingewechselte Sebastian Schulz verhinderte sogar den möglichen Ausgleich. Doch mitten in diese Drangperiode hinein wurde fast an der Mittellinie der Ball erkämpft und die daraus resultierende 3:2-Überzahl-Situation von Denny Seifert (90+1) fast von der Strafgrenze zum 3:1-Siegtreffer abgeschlossen. Danach Schlusspfiff und von überschäumender Freude auf TSG-Seite keine Spur. Auch ein Zeichen, dafür dass der Druck enorm ist. Denn die Spieler wissen selbst, dass sie erst eines von vier noch ausstehenden Endspielen – drei davon auf eigenem Platz – gewonnen haben. Dies auch mit Blick auf eine derzeit personell sehr angespannten Situation im TSG-Lager.
Gegen die Spielvereinigung Wirges spielten: Torsten Müller, Sven Oswald. Matthias Lang, Jakob Siebecker, Mario Cuc, Tobias Lang, Arijan Berisha, Mathias Tillschneider, Dennis Seyfert Alexander Nazarov (79. Sebastian Schulz), Marcel Veek.
Zwei weitere Heim-Endspiele um den Klassenerhalt
Am Samstag um 15.30 Uhr kommt der Tabellenvorletzte und neben dem Schlusslicht SV Köllerbach bereits feststehendezweiten Absteiger SC Halberg-Brebach in das Uwe-Becker-Stadion. Ein Sieg ist absolute Pflicht! Ebenso am kommenden Mittwoch, wo man um 19 Uhr den um einen Zähler reicheren Tabellen-Dreizehnten SV Mehring zu Gast hat.