OBERLIGA: Zuhause läuft es für die TSG Pfeddersheim
Heimstärke bestätigt
Er macht nicht nur auf der linken Defensivseite einen guten Job, auch in der Offensive konnte Marco Bresser gegen Quierschied Akzente setzen. Mit seiner Dynamik und eisernem Willen, konnte er die beiden ersten Treffer vorbereiten. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Der Aufwärtstrend bei der TSG Pfeddersheim geht weiter. Auf die Heimstärke kann sich Trainer Mario Cuc momentan verlassen. Der Druck, dass die Mannschaft in jedem Spiel Zuhause hat, unbedingt gewinnen zu müssen, konnten sie abermals standhalten. Mit einem 4:0 (1:0) gegen die Spvgg Quierschied wurde gleichzeitig der höchste Saisonsieg gefeiert. Der vierte Heimsieg am Stück ohne Gegentreffer. Damit konnte die TSG ihren Kontrahenten in der Tabelle überholen. Wenn der Blick auf die nächsten Gegner gerichtet wird, ein sehr wichtiger Dreier.
Marcell Oehler überrascht
Das Spiel begann ohne großes Abtasten. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. So richtig in die Box kombinieren konnten die Offensivreihen auf beiden Seiten, aber nicht. Es dauerte etwas, bis die ersten gefährlichen Situationen erarbeitet wurden. Die Gäste hatten die erste Chance auf dem Fuß. Ein Abschluss von Lars Brückner, konnte Marcell Oehler im letzten Augenblick noch blocken. Kurz darauf scheiterte Belel Meslem mit einem Freistoß. Die TSG versuchte über viel Ballbesitz dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Für einige Überraschungsmomente sorgte Marcell Oehler mit seinen langen diagonal geschlagenen Bällne auf die rechte Seite zu Lion Schubach. Immer mit dem Wissen, auf der Hut sein zu müssen, was das Umschaltspiel der Gäste betrifft. Trainer Mario Cuc: „Sie sind eine sehr intakte Mannschaft, versuchen immer Nadelstiche zu setzen. Auf ihr Umschaltspiel durften wir uns nicht einlassen.“
„Pflicht zu gewinnen“
In der 25. Minute schlug das Pendel für die TSG das erste Mal aus. Samuel Ikas sorgte mit zwei Fouls für eine frühe Gelb-Rote Karte für die Spvgg. Einen richtigen Vorteil hatte die TSG vorerst noch nicht. „Klar kam der Platzverweis uns zu Gute. Nur jetzt war es schon Pflicht zu gewinnen und wir wollten zu schnell zu viel“, sah Mario Cuc sein Team noch etwas unsicher mit der Situation. Doch nach und nach wurde die Dominanz auch in Chancen ausgedrückt. Schubach wurde wieder einmal auf der rechten Seite in die Tiefe geschickt. Seine scharfe Hereingabe schien der Torhüter schon sicher in den Händen. Doch plötzlich lag der Ball frei vor ihm. Vielleicht war die Überraschung zu groß, denn Ryoji Matsumura war ein Tick zu unentschlossen, die Chance war vertändelt.
Zum besten Zeitpunkt in der Partie ist dann doch noch der Führungstreffer gefallen. Nach einer Ballstafette landete das Spielgerät bei Marco Bresser, seine Hereingabe verwandelte, an gesprintet durch das ganze Mittelfeld, Fabio Schmidt zum 1:0 und das Sekunden vor der Pause. Somit konnte die TSG mit einem positiven Gefühl in die Halbzeit gehen. Das hätte in der zweiten Hälfte gleich noch besser werden können, doch freistehend zwei Meter vor dem Tor verpassten Belel Meslem und Reda Chkifa das Spielgerät. In der zweiten Hälfte wurden die Angriffsbemühungen der Gäste immer weniger. Trotzdem musste die TSG aufpassen, sie nicht zu einer Konterchance einzuladen.
Am Samstag gehts weiter
Die Gefahr spielte immer eine Rolle, mit einem Standard oder einem gut ausgetragenen Konter, doch noch den Ausgleich zu kassieren. Die Gedanken verhärten sich im Kopf, je länger das Spiel dauerte. Das zweite Tor der TSG wirkte dann wie eine Befreiung für das Team. In der 82. Minute sorgte Ryoji Matsumura praktisch für die Entscheidung. Die Vorarbeit kam wiederum von Marco Bresser. Die schwere Last ist abgefallen, viele Dinge gehen sofort leichter. Mit einem weiteren Treffer, erhöhte Matsumura auf 3:0. In der letzten Spielminute erhöhte Rodney-Francis Peprah mit seinem ersten Saisontor, zum Endstand. Trainer Mario Cuc: „Wir wollten unser Spiel durchdrücken. Wir kommen immer besser auf das benötigte Niveau.“
Die Mannschaft fühlt sich wohl, wenn sie Fußball spielen dürfen und mutig agieren können. In der Tiefe zu stehen, ist nicht so ihr Ding. „Auf die nächsten drei Spiele sollen sich meine Jungs einfach nur freuen. Es sind Highlight Spiele“, traut Trainer Mario Cuc seinem Team doch einiges zu. Im nächsten Heimspiel gegen die Reserve des 1. FC Kaiserslautern dürfte mit dem gesteigerten Selbstbewusstsein durchaus punktemäßig etwas drin sein. Anstoß ist am Samstag um 15.30 Uhr. Auf das, was am Abend noch passierte hatte Trainer Mario Cuc eine große Vorfreude. Ein Mannschaftsabend wurde organisiert. Zu einem intakten Teamgeist gehört so etwas auch dazu.