Mi., 01. Juni 2016, 10:09 Uhr
Gesellschafterausschuss über aktuelle Vorbereitungen informiert / Jahresabschluss: Produktionskosten 2016 im Plan
Heiße Phase bei den Nibelungen-Festspielen beginnt
Die Aufbauarbeiten im Heylshofpark laufen seit rund einer Woche, das begleitende Kulturprogramm wurde vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt und die Proben des Ensembles laufen seit dem 30. Mai. Kurzum: die Vorbereitungen für die diesjährige Inszenierung der Nibelungen-Festspiele laufen auf Hochtouren. Was gerade alles wo passiert, davon berichtete die Künstlerische Betriebsdirektorin Petra Simon am 31. Mai dem Gesellschafterausschuss der Nibelungenfestspiele gGmbH. Desweiteren wurde den Ausschussmitgliedern der Jahresabschluss 2015 vorgestellt.
Den Besuchern der Nibelungen-Festspiele wird auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm geboten. Petra Simon berichtete dem Gesellschafterausschuss unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Michael Kissel von spannenden Lesungen, Aufführungen, Vorträgen, Werkstattgesprächen und Ausstellungen. Prominente Gäste seien dabei unter anderem Mario Adorf, Ute Lemper, Nico Hofmann und das Hermann Art Kollektiv. Mit der Uraufführung „Die Isländerin“ von Irene Diwiak, dem Gewinnerstück des Autorenwettbewerbs, feiert eine weitere Nibelungen-Inszenierung Premiere. Für die jüngeren Festspielgäste gibt es den Kindertag, die Aufführungen der Nibelungenhorde und den Jazz-Poetry-Slam mit Jugendlichen. Simon: „Zum einen bereichern und ergänzen wir somit die Hauptinszenierung mit passenden Beiträgen, zum anderen verankern wir durch viele Kooperationsveranstaltungen aber auch durch das Rahmenprogramm die Festspielidee insgesamt in der Stadt. Programmpunkte wie die Nibelungenliedlesung am Premierentag tragen die Stimmung in die Stadt, die Arbeit der Nibelungenhorde oder die Poetry-Slam-Workshops führen junge Zielgruppen an das Theaterfestival heran und Projekte wie „Hilde & Hilde“ laden zum Mitmachen ein.“
Jahresabschluss vorgestellt und verabschiedet
In der Sitzung wurde darüber hinaus auch der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 vorgestellt und die Geschäftsführung einstimmig entlastet. Die gute Nachricht: Das operative Ergebnis der Nibelungenfestspiele gGmbH führte 2015 zu einem städtischen Zuschussbedarf von 1,47 Millionen Euro. Durch den Stadtrat genehmigt waren 1,5 Millionen. Einen Wermutstropfen muss die Gesellschaft dennoch schlucken: Durch aperiodische Aufwendungen für die Jahre 2011 bis 2014, zum Beispiel bei Sozialversicherungsbeiträgen, wurde der genehmigte städtische Zuschuss um 67.000 Euro überschritten.
Michael Baumann, Geschäftsführer der Stadt Worms Beteiligungs GmbH, deren Tochtergesellschaft die Nibelungenfestspiele gGmbH ist, stellte im Ausschuss eine Fünf-Jahres-Betrachtung vor, bei der mehrjährige Steuernachzahlungen und weitere aperiodische Aufwendungen den jeweiligen richtigen Jahren zugeordnet wurden. Baumann: „Die Analyse zeigte, dass die Nibelungen-Festspiele gGmbH sehr verantwortungsbewusst mit den ihr zur Verfügung gestellten städtischen Geldern umgeht. Der maximale Zuschuss von 1,5 Millionen Euro pro Jahr wurde immer unterschritten.“
Oberbürgermeister Michael Kissel verwies noch auf einen weitere Entwicklung: „Damit die Nibelungen-Festspiele jedes Jahr stattfinden können, müssen jährlich neu Sponsoren und Förderer für das Theaterfestival begeistert und Gelder akquiriert werden. Das wird mittlerweile vom Team um Sascha Kaiser und Petra Simon komplett selbst übernommen. Und gerade das Spendenvolumen ist in den letzten Jahren enorm gesteigert worden. Dafür mein Kompliment und Dank!“