KLINIKUM WORMS: Kissen-Aktion unterstützt Brustzentrum bereits seit zehn Jahren
„Herzen gegen Schmerzen“
Ingeborg Zielke übergibt das „Jubiläumsherz“ an Prof. Dr. Thomas Hitschold. Foto: Klinikum Worms
Vor genau zehn Jahren hat Ingeborg Zielke, die damalige Leiterin der Frauenselbsthilfegruppe Krebs, 150 in liebevoller Handarbeit gefertigte Stoffherzen an das Brustzentrum des Wormser Klinikums übergeben. Ein Jahrzehnt später ist sie wieder bei Prof. Dr. Thomas Hitschold zu Gast gewesen, um dem Leiter der Frauenklinik und Ärztlichen Direktor des Klinikums anlässlich des Jubiläums ein mit 60 mal 70 Zentimeter überdimensional großes Herz zu überreichen. Mit den mehr als 3.000 Herzkissen, die Ingeborg Zielke gemeinsam mit ihren fleißigen Näherinnen in den letzten zehn Jahren produziert hat, möchte sie an Brustkrebs erkrankte Frauen in der ersten Zeit nach der OP unterstützen. „Die Herzkissen sollen den Druckschmerz lindern und möglichen Blockaden des Lymphabflusses entgegenwirken, indem sie unter die Achseln geklemmt werden. Außerdem eignen sie sich prima, um beim Autofahren den Druck des Sicherheitsgurtes abzufangen“, erklärt Zielke, die vor vielen Jahren selbst an Brustkrebs erkrankt ist. „Damals“, erinnert sie sich, „hat es sowas noch nicht gegeben.“
Mit Euphorie angesteckt
Die Idee zu den Herzkissen hat Ingeborg Zielke damals im Internet entdeckt und war sofort begeistert. Schnell hatte die begeisterte Hobbynäherin die damaligen Frauen der Selbsthilfegruppe und einige Mitglieder des Faltbootclubs Worms mit ihrer Euphorie angesteckt, sodass im Lauf der Jahre viele bunte Herzkissen entstanden sind. Und diese Begeisterung hat bis heute gehalten: „Für mich war und ist es ein großes Bedürfnis, die Brustkrebspatientinnen mit diesem Projekt zu unterstützten und ihnen eine Hilfestellung zu geben. Ich nähe heute noch genauso gerne wie damals und freue mich über jedes neue Kissen, dass ich an Herrn Prof. Hitschold und sein Team übergeben kann.“ Mittlerweils näht Zielke die Kissen gemeinsam mit den Frauen des Wormser Faltbootclubs und den Pink Paddlern. „Wenn es gut läuft, schafft unsere Gruppe von rund 15 Frauen 200 Stück pro Abend“, freut sich die Initiatorin des Projekts.
„Verdient viel Anerkennung"
Auch Prof. Hitschold ist damals wie heute begeistert von dem Projekt: „Ich möchte mich bei Frau Zielke und ihren fleißigen Näherinnen ganz herzlich für dieses tolle Engagement bedanken. Dass sie uns mit ihrem Projekt ‚Herzen gegen Schmerzen‘ bereits seit einem Jahrzehnt unterstützen, ist keine Selbstverständlichkeit und verdient viel Anerkennung.“ Damit sich die betroffenen Frauen nach ihrer Operation auch weiterhin über ein liebevoll genähtes Herzkissen auf ihrem Kopfkissen freuen können, sind die Näherinnen auf Unterstützung angewiesen: „Wir freuen uns immer über bereitgestellte Stoffe oder Füllmaterial“, so Zielke, „damit wir auch in den kommenden zehn Jahren fleißig weiter nähen können.“