32 Personen aus 14 unterschiedlichen Herkunftsländern erhielten am Dienstag im Rathaus die deutsche Staatsbürgerschaft
„Hier gehöre ich hin, ich bin Wormser!“
Faith Enuoma aus Nigeria und ihre KInder erhielten am Dienstag die deutsche Staatsbürgerschaft. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Worms zählt momentan knapp über 85.000 Einwohner aus über 120 Nationen. Am Dienstag erhielten 32 dieser Bürger aus 14 Ländern im Rathaus die deutsche Staatsbürgerschaft mit all ihren Rechten und Pflichten zuerkannt. Oberbürgermeister Michael Kissel überreichte im feierlichen Rahmen die Dokumente und beglückwünschte die Migranten zu ihrem Schritt, Deutschland und Worms zu ihrer Heimat zu machen. In seiner Rede wies er auf die Weltoffenheit und Toleranz der Nibelungenstadt hin. Schon immer sei Worms eine Art Schmelztiegel der Völker gewesen. Egal, ob Römer, Kelten, Germanen oder Burgunder, schon vor Jahrtausenden seien die Menschen an den Rhein geströmt, hätten sich hier niedergelassen und die Stadt bereichert.
Gewinn für Worms
OB Kissel erinnerte auch an das wertvolle jüdische Erbe und an den wirtschaftlichen Beitrag, den die Gastarbeiter nach dem 2. Weltkrieg beim Wiederaufbau geleistet hatten. Und Worms sei weiterhin auf Zuzug von Menschen angewiesen, da zu wenig Babys geboren werden und die Bevölkerung ansonsten schrumpfe. Was ohne Zuwanderung die Frage aufwerfen würde, wer soll in die Renten- und Sozialkassen einzahlen? Abschließend betonte Kissel, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um Deutscher zu werden. Hierzu gehörten gute Sprachkenntnisse, keine Vorstrafen, das Kennen der Rechtsordnung, ein eigenes Einkommen und man müsse schon mehrere Jahre in Deutschland wohnhaft sein. Die Annahme der deutschenStaatsbürgerschaft sei ein Bekenntnis zu unserem Land und unseren Werten. Zuwanderer würden damit sagen: „Hier gehöre ich jetzt hin, ich bin Wormser!“
Aktiver Teil der Gesellschaft
Ganz besonders freute sich Faith Enuoma aus Nigeria mit ihren vier Kindern über die Einbürgerunsgsurkunde. Seit zehn Jahren wohnt sie in der Nibelungenstadt und hat hier ihre neue Heimat gefunden. Mit einem sympatischen Lächeln und in schöner deutscher Sprache erzählte sie im Anschluss an die Veranstaltung von ihrem aktiven Leben in Worms.