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  • Do., 18. September 2014, 12:02 Uhr
    Delegation der SPD Worms besucht Montessori Schule in Pfeddersheim / Bildungsstandort Worms gestärkt

    „Hilf mir, es selbst zu tun“

    „Als Montessori-Schule möchten wir die Faszination lehren, Wissen selbst anzueignen, zu erleben und einzusetzen“, erläuterte Kerstin Seibert gemeinsam mit Christine Keth-Han als Initiatorinnen des neuen Montessorizentrums in Worms-Pfeddersheim gegenüber einer Delegation der Wormser SPD Stadtratsfraktion.

    In ihrem jeweils eigenen Rhythmus können Grundschüler vor Ort in altersgemischten Klassen über die sogenannte „Freiarbeit“ sich neue Lernfelder aneignen oder bereits bekannte Lektionen nochmals wiederholen. Begleitet werden sie im Unterricht von engagierten und erfahrenen Fachkräften wie zum Beispiel Jennifer Hodel. „Wir beobachten, unterstützen und regen Kinder individuell an - eine äußerst kinderfreundliche Pädagogik“, urteilt Jennifer Hodel als pädagogische Koordinatorin der neuen Grundschule.

    SPD begrüßt Montessorizentrum
    „Dass die Wormser Schullandschaft um eine Montessori-Schule ergänzt wird, freut uns“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst im Gespräch. Indem der Privatschule bereits Kosten für Sachmittel bezuschusst würden, unterstütze die Stadt das Ansinnen der Verantwortlichen nach einer alternativen Privatschule.

    Auf die Frage Sigrid Golls, ob die Gefahr bestünde, dass eine elitäre Privatschule zu erwarten sei, antwortete Christine Keth-Han der stellvertretenden Pfeddersheimer Ortsvorsteherin: „Obwohl wir es ein bisschen befürchtet hatten, kommen unsere Eltern aus allen Bildungs- und Einkommensschichten.“  Lieber verzichten die Eltern laut Keth-Han und Seibert auf teure Urlaube, die Arbeitszeit wird aufgestockt oder die Großeltern helfen bei der Finanzierung. Beispielhaft fördere sogar ein Unternehmen via „Stipendien“ den Besuch des Montessorizentrums zugunsten zweier Kinder eines Arbeitnehmers. Die Beiträge seien auch nach Einkommen gestaffelt.

    Im Anschluss erklärte Kerstin Seibert auf Nachfrage des SPD-Fraktionsgeschäftsführers Dirk Beyer, dass Montessori-Schüler im Falle eines beruflichen Umzugs der Eltern nahtlos in staatliche Schulen wechseln können. „Der amtliche Rahmen- und Lehrplan gilt eben auch für uns, so dass sich nur die Weg zum Bildungsziel unterscheiden“, konkretisierte Hodel. In naturwissenschaftlichen Fächern habe etwa die Lehrstandserhebung „VERA 2004“ sogar Vorteile der Montessori-Schüler angedeutet, ergänzte Kerstin Seibert als ehrenamtliche Geschäftsführerin.

    „Weitere Bildungsangebote für unsere Schullandschaft in Worms, unterstützen wir gerne“, lobte SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst beim abschließenden Rundgang sowohl mit Blick auf eine engagierte Schulgemeinschaft als auch auf deren langfristige Pläne - denn in den kommenden Jahren soll das Montessorizentrum um eine Sekundarstufe II und eine Integrierte Gesamtschule vertieft werden.

    Maria Montessoris Reformpädagogik
    Die italienische Ärztin, Pädagogin und Frauenrechtlerin Maria Montessori (1870-1952) begründete mit ihren kontinuierlichen Studien und Beobachtungen eine Reformpädagogik, in der jedem einzelnen Kind ein selbstbestimmtes Lernen unter Zuhilfenahme erwachsener Lehrkräfte ermöglicht wird.

     

     

     

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