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  • Mi., 16. Oktober 2013, 21:54 Uhr
    Wormatia-Trainer Hans-Jürgen Boysen will erfolgreichen Fußball in Worms etablieren / Wochen der Wahrheit / Kein Hurra-Fußball in Baunatal

    „Hirn, Herz und Bauchgefühl gaben den Ausschlag”

    Willkommen auf der sportlichen Kommando-Brücke bei der Alten Dame Wormatia. Hans-Jürgen Boysen (Bildmitte), hier mit Marcel Gebhardt, Gerd Obenauer, Tim Brauer und Steven Jones, wurde am Mittwochabend im Clubhaus der Presse vorgestellt. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN „Die Chemie stimmt”, erklärte Wormatia-Vorsitzender Tim Brauer am Mittwochabend bei der offiziellen Präsentation von Hans-Jürgen Boysen als neuem Chefcoach des Traditionsvereins. Nicht nur aufgrund der langjährigen Erfahrung sei man davon überzeugt, dass es Boysen gelingen werde, auch über die Vertragsdauer bis zum Juni 2014 hinaus für eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu sorgen. „Es gibt keine Entschuldigungen mehr”, kündigt der Vorsitzende die Wochen der Wahrheit an. Platz 15 sei die Realität, erläuterte Brauer, dass es vorrangig sei, die Mannschaft im gesicherten Bereich der Tabelle zu stabilisieren, ehe neue Ziel überhaupt definiert werden können.

    „Ein gutes Gefühl”, beschreibt Hans-Jürgen Boysen seine ersten Eindrücke nach vier Trainingseinheiten mit der Mannschaft. Die Qualität sei spürbar, so Boysen, der jedoch davor warnt, Wunderdinge zu erwarten. „Aber eine Entwicklung wird sichtbar sein”, fügt der 56-jährige hinzu und hofft, dass seine Spieler die neue Chance nutzen. „Jeder muss seinen Teil zum Erfolg beitragen”, will Hans-Jürgen Boysen die individuelle Klasse jedes Spielers einfordern.

    „In jeder Liga kann man gute Arbeit abliefern”, nimmt sich der seit über zwei Jahrzehnten im Traineramt tätige Boysen selbst in die Pflicht. „Hirn, Herz und das Bauchgefühl gaben den Ausschlag”, erläuterte Boysen die Gründe für sein Engagement in Worms. „Kein Geld, aber motiviert und engagiert”, mit diesem Argumenten habe ihn die sportliche Leitung des Vereins beim ersten Gespräch durchaus das Gefühl vermittelt, in der intakten Wormatia-Familie gut aufgehoben zu sein, schmunzelt Boysen und sieht Parallelen zur Anfangsphase seiner Tätigkeit beim FSV Frankfurt.

    „Erstmal aus dem unteren Tabellendrittel befreien”, formuliert Hans-Jürgen Boysen die Planungen für 2013. Die Regionalliga könne er derzeit nicht optimal einschätzen, bittet Boysen um Verständnis, dass er nicht im Hurra-Stil nach Baunatal fährt, um beim Tabellenletzten mit allen Mitteln und hohem Risiko zu punkten. „Mit einer Doppel 6, aber ohne den verletzten Adam Jabiri”, wagt Boysen eine erste Prognose in Sachen Aufstellung bei seiner Premiere als Wormatia-Cheftrainer.
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