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  • Mo., 17. Januar 2022, 14:31 Uhr
    AUSSTELLUNG: „Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ des Fritz Bauer Instituts vom 18. Januar bis 24. April in der Gedenkstätte KZ Osthofen

    Historische Fotografien und autobiographische Texte

    Zur Ausstellung „Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz vom 18. Januar bis 24. April in die Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, ein. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut Frankfurt am Main und dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. statt. Auf dem Gelände der Gedenkstätte gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln.
    Die Ausstellungseröffnung findet pandemiebedingt nur intern statt und wird in Kürze auf der Homepage der Gedenkstätte KZ Osthofen abrufbar sein.

    Zur Ausstellung

    Die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach.
    Historische Fotografien dokumentieren die Perspektive von SS und I.G. Farben auf Baustelle und Lageralltag. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von Überlebenden, unter ihnen Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel sowie den Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren in der Nachkriegszeit und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 beschließen die Ausstellung.

    Der Chemiekonzern I.G. Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz die größte chemische Fabrik im von Deutschland eroberten Osteuropa bauen. Sie sollte zugleich ein Baustein der „Germanisierung“ der Region um Auschwitz werden. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle Tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Für die zunehmende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten der Konzern und die SS, die eine intensive Zusammenarbeit miteinander verband, 1942 das firmeneigene KZ Buna-Monowitz. Tausende überlebten die unmenschlichen Arbeitsbedingungen nicht oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren.

    Die Gedenkstätte KZ Osthofen ist von Dienstag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr, sowie an den Wochenenden und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
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