Mi., 25. April 2018, 23:08 Uhr
Frühjahrskonzert der Blaskapelle Abenheim in der Festhalle ließ keine Wünsche offen
Hits und Evergreens der letzten 170 Jahre
Die Blaskapelle Abenheim unter der Leitung von Josef Töngi lud am letzten Samstag zum traditionellen Frühjahrskonzert in die Festhalle Abenheim ein. Unter dem Motto „Hits und Evergreens“ begab sich das Orchester auf eine musikalische Zeitreise mit einem abwechslungsreichen Programm im Gepäck, welches keine Wünsche offen ließ. Kurzweilig, informativ und charmant wurde das Publikum von Anna Aumann durch das Programm begleitet.
Begonnen wurde die Zeitreise mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauss Vater aus dem Jahre 1848, bei dem gleich zu Beginn mitgeklatscht wurde. Kontrastreich ging es mit der Swingnummer „Mack the knife“ weiter, welche in der Dreigroschenoper von Berthold Brecht 1928 das Eröffnungsstück bildete. Es folgte ein Medley der größten Erfolge von Frank Sinatra, darunter auch „New York, New York“ und „Something Stupid“, welches von den beiden Flügelhornisten Florian Zitzelsberger und Joachim Keim sehr emotional vorgetragen wurde. Traummelodien von James Last fanden ebenso Anklang wie das Medley der bekanntesten Lieder von Bert Kämpfert, bei dem das „Zwiegespräch“ von Flügelhorn (Florian Zitzelsberger) und Posaune (Matthias Merkelbach) im „Africaan beat“ besonders hervorzuheben ist. Und da bei einem Konzert einer Blaskapelle die Polka nicht fehlen darf, erklang zum Ende des ersten Teils ein Potpourri mit den größten Erfolgen von Ernst Mosch.
Mit Tina Turner in die zweite Hälfte
Im zweiten Teil wurden die Hits des Weltstars Tina Turner mit großer Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Zu hören waren u.a.
„Proud Mary“, „Private dancer“ und „Golden Eye“ bei dem besonders das gefühlvolle Spiel von Franziska Weiler auf dem Horn für Gänsehaut sorgte. Von Marius Müller Westernhagen erklangen das fetzige „Sexy“ und „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ ebenso gelungen wie die gefühlvolle Ballade „Freiheit“.
Während des Potpourris der bekanntesten Lieder von Udo Jürgens sowie des Medleys „1969“ in dem die Hits „I’m a believer“, „Massachusetts“ und „Country Roads“ erklangen, konnte man hier und da auch Gesang unter den Zuhörern vernehmen. Bei der Reise in die 1980er Jahre mit dem Pop- und Rockmedley „80th flashback“ in dem u.a. Michael Jacksons „Thriller“ und „Eye of the tiger“ von Survivor vorkommen, konnte man sogar Schulter- und Hüftbewegungen im Publikum wahrnehmen. Dem Orchester ist es also gelungen für eine heitere und aufgeweckte Stimmung im Saal zu sorgen, die nicht zuletzt jeder einzelne Musiker ausstrahlte.
Der offizielle Teil endete mit den bekanntesten Erfolgen von Herbert Grönemeyer darunter „Männer“, „Mambo“ und „Flugzeuge im Bauch“, welches von Florian Zitzelsberger am Flügelhorn, diesmal im Zusammenspiel mit Toni Gander am Altsaxophon sehr ausdrucksvoll vorgetragen wurde. Doch erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Musiker in den Feierabend. Die intensive Probenarbeit und das gelungene Zusammenspiel des gesamten Orchesters wurden mit lautem Applaus und stehenden Ovationen belohnt.