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  • Di., 30. Mai 2017, 12:38 Uhr
    Der Wormser Stadtrat gab grünes Licht für Bebauung der ehemaligen IHK-Lehrwerkstätte in Hochheim-Ost / Keine Sozialwohnungen

    Hochheim wächst um 26 Häuser

    Von Gernot Kirch Die Nachfrage nach Wohnflächen in Worms ist groß. In Kürze kann sie um rund 26 Wohneinheiten gestillt werden. Der Wormser Stadtrat votierte auf seiner letzten Sitzung einstimmig der Wohnbebauung des Geländes der ehemaligen IHK-Lehrwerkstätte in Hochheim-Ost zu. Das Areal wird im Westen durch die Rudolf-Heilgers-Straße, im Osten durch den Schachschen Mühlweg und im Süden durch den Sportplatz des TuS Hochheim begrenzt.
    Die Häuser sollen über zwei Geschosse sowie ein ausbaubares Dachgeschoss und einen Keller verfügen. Die Wohnfläche wird zwischen 130 und 150 Quadratmetern groß sein. Das Wohngebiet wird durch eine Straßenschleife mit drei Stichwegen erschlossen. Die Anbindung erfolgt über die Rudolf-Heilgers-Straße. Die Bebauung soll durch Doppel- und Reihenhäuser erfolgen. Das Gebiet ist im Masterplan Wohnen der Stadt Worms enthalten und soll vordringlich erschlossen werden.

    Keine Wohnungen mit Sozialbindung

    Alle Ratsmitglieder waren sich über die Sinnhaftigkeit der Bebauung einig, daher auch das einstimmige Votum. Allerdings gab es kritische Anmerkungen bzw. Diskussionen darüber, warum in diesem Gebiet keine Sozialwohnungen realisiert werden. Richard Grünewald (Grüne) merkte hier an, dass im Masterplan Wohnen das Ziel formuliert wurde, dass zirka 25 Prozent des zu schaffenden Wohnraumes über eine Sozialbindung verfügen soll. Sebastian Knopf (Linke) argumentierte hier ähnlich wie sein Kollege von der Ökopartei.

    Oberbürgermeister Michael Kissel bestätigte den Anteil von 25 Prozent Sozialwohnungen im Masterplan, wies aber gleichzeitig daraufhin, dass das Gebiet der ehemaligen IHK-Lehrwerkstätte dafür nicht geeignet sei. Zweckmäßiger für die Schaffung von Wohnungen mit Sozialbindung sei die geplante Erweiterungfläche des Wohngebietes „In den Lüssen“. Dies auch, weil es sich bei dem Gelände „In den Lüssen“ um städtischen Eigentum handele. Dort könne man vorgeben, wie und was gebaut werde. Auf dem IHK-Gelände in Hochheim handele es sich vielmehr um einen privaten Investor, hier sei es schwierig, Vorgaben zu machen.

    Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin argumentiere ähnlich wie der Stadtchef, es helfe nichts, sich Sozialwohnungen zu wünschen, wenn dies nicht machbar sei, da es sich um einen privaten Investor handle, der über die Nutzung seines Eigentums selbst bestimmen könne.
    Der Ortsvorsteher von Hochheim und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, Timo Horst, sagte, das Thema „Mangel an Sozialwohnungen“ treibe seine Partei um und man werde dies angehen, aber das Gelände der ehemaligen IHK-Lehrwerkstätte sei dafür nicht geeignet, weil sich die Bebauung an den umliegenden Gebäuden orientierten müsse.

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