Stadt Worms: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) geht derzeit von einem Pegel von 6,80 bis 6,90 Metern aus / 1.000 Sandsäcke werden befüllt
Hochwasser am Rhein erwartet
Archivfoto: Robert Lehr
Über die Warn-App KATWARN hat das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) bereits vor einem Rhein-Hochwasser gewarnt: Demnach ist am Oberrhein bis zur Nahemündung mit einem deutlichen Anstieg des Pegels zu rechnen.
Prognosen gehen derzeit von 6,80 bis 6,90 Metern für Worms aus – ob damit auch der Scheitelpunkt erreicht sein wird, ist noch unklar, weil die Vorhersagen bisher nur bis Montag, 3. Juni, erfasst sind. Die Prognosen sind stark abhängig von den weiteren Entwicklungen in Süddeutschland. Dort wurde in manchen Regionen bereits der Katastrophenfall ausgerufen. Vielerorts rechnen Experten gar mit einem Jahrhunderthochwasser. Da unter anderem die Region um den Bodensee betroffen ist, werden die Auswirkungen vermutlich auch am Rhein spürbar sein.
Bei der Wormser Feuerwehr laufen die Vorbereitungen jedenfalls auf Hochtouren. Es gilt die Prämisse: vor der Lage bleiben. Am heutigen Samstag, 1.6., treffen Feuerwehr und ebwo alle Maßnahmen, die für einen Pegelstand von 5,50 Metern erforderlich sind. Neben den Schließen zahlreicher Schieber und Schließen gehören dazu auch Straßensperrungen. Die 5,50-Meter-Marke soll aller Voraussicht nach am Sonntagmorgen (2.6.) erreicht werden.
Sperrungen unumgänglich
Gesperrt werden müssen der Fuß- und Radweg zwischen Kreielsbach und der Straße „Am wilden Birnbaum“, der Fuß- und Radweg zwischen Rheinuferstraße und Natorampe im Stadtteil Rheindürkheim, der südliche Bereich vom Friedrichsweg bis zur südlichen Stadtgrenze, die Durchfahrt unter der Rheinbrücke, die Floßhafenstraße sowie die Zufahrten Alemannenstraße, Vangionenstraße und Am Salzstein sowie der Fuß- und Radweg in der Vangionenstraße. Von den Sperrungen der Alemannenstraße und der Floßhafenstraße wird auch der Busverkehr betroffen sein.
Daneben befüllen die Einsatzkräfte auf der Hauptfeuerwache 1.000 Sandsäcke, wie es der Alarm- und Einsatzplan Hochwasser ab einem bestimmten Pegelstand vorsieht.
Sollten die Prognosen auf einen weiteren Anstieg hinweisen, werden am Sonntag, dem 2. Juni, weitere Maßnahmen erforderlichen sein. Ab einem Pegelstand von 6,30 Metern kann zudem auch Druckwasser auftreten, beispielsweise auf dem Festplatz.
Vorkehrungen treffen
Betroffene Anwohner bzw. Anlieger werden gebeten, ebenfalls Vorkehrungen zu treffen. Wer in einem entsprechenden Gebiet wohnt, sollte am besten selbst Sandsäcke bereithalten, Öltanks und ähnliche Gefahrenquellen verschließen und sichern und vor allem: Wer Tiere in betroffenen Gebieten untergebracht hat, sollte mit ihnen zeitnah andere Standorte aufsuchen.
Und für alle gilt: Abstand zu den Hochwassergebieten halten und Eigengefährdung vermeiden!