Städtischer Kulturausschuss: Entfällt künftig die Kulisse des Herrnsheimer Schlosses für Veranstaltungen über 200 Personen?
Höhere Auflagen des Denkmalschutzes
VON FLORIAN HELFERT „Feste sind Feiertage und halten Werte hoch, ohne die unsere Gesellschaft nicht überleben kann“, eröffnete SPD-Stadtrat Dirk Beyer seine Kritik an einem Detail des aktuell vorgelegten Planungsstandes, wie das Schloss Herrnsheim und dessen Parkanlage künftig nur noch eingeschränkt genutzt werden dürfe.
Im Schloss und dessen Parkanlage würde künftig die Besucherzahl von Kulturveranstaltungen auf 200 Personen begrenzt werden, hatte Kulturkoordinator Volker Gallé erst wenige Minuten zuvor in der gemeinsamen Sitzung des Kultur- sowie des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Worms am Mittwoch dargelegt. Ferner, dass für größere Veranstaltungen in Herrnsheim ein Festgelände empfehlenswert sei, welches genügend Parkmöglichkeiten beinhalte.
Hoffnung auf Kompromiss
Beliebte Feste wie etwa Weinsommer, Rheinradeln oder Kerwe-Eröffnung vor der in Worms einmaligen Kulisse des Barockschlosses bezeichnete Dirk Beyer als „Treffpunkt für Jung und Alt“. Darum bat er, den Ortsbeirat einzubinden und das breite Kulturangebot in der Konzeption besser zu berücksichtigen. Auch die beiden Christdemokraten Dr. Jörg Koch und Dr. Klaus Karlin pflichteten der Kritik von Dirk Beyer zu und erhofften sich im weiteren Verlauf der Planungen ebenfalls einen Kompromiss.
„Es gibt keinen Automatismus zur Fortführung traditioneller Veranstaltungen“, erwiderte Volker Gallé und stimmte darauf ein, sich auf Änderungen einstellen zu müssen. Gleichwohl sagte er zu, dass der Planungsstand nochmals diskutiert werde – u.a. mit Veranstaltern und Ortsbeirat. Verteidigend erinnerte er daran, dass das Schloss Herrnsheim als national wertvolles Denkmal klassifiziert worden sei, womit im Vergleich zu früher zugleich auch höhere Auflagen an den Denkmalschutz einhergehen würden.
Informationen zum Planungsstand Mai 2020 zur Nutzung des Herrnsheimer Schlosses finden sich online unter www.buergerinfoworms.de in den Unterlagen der gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Finanzausschusses.