Mi., 10. April 2024, 09:40 Uhr
VVN-BdA Worms-Alzey: Vorstand neu aufgestellt / Kooperation mit Bündnis gegen Naziaufmärsche und auch DGB
Höherer Mindestlohn binnen zwei Jahren gefordert
Die Kreisvereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Worms-Alzey (VVN-BdA) hat auf der Mitgliederversammlung den Kreissprecherausschuss neu gewählt.
Als gleichberechtigte Sprecher wurden Henriette Philipp, Melanie Debrule, Norbert Weber, Ibrahim Yildiz und Reiner Schalk gewählt. Die Kasse übernehmen Ibrahim Yildiz und Melanie Debrule. Delegierte für den Bundeskongress der VVN-BdA im Juni in Halle sind Melanie Debrule und Reiner Schalk.
Aktionen rund um den 1. Mai geplant
In dem Bericht des Kreissprecherausschusses betonte Schalk, dass neben der Bündnisarbeit im Bündnis gegen Naziaufmärsche und dem Förderverein Lern- und Gedenkstätte Worms e.V., die Veranstaltungen zum Vorabend 1. Mai mit den Themen: Gewerkschaften vor der Machtübergabe und nach 1945, Vaterländisches Hilfsdienstgesetz und Ausschaltung der freien Gewerkschaften, Machtübergabe an die Faschisten 1933 oder zum 70. Jahrestag des Putsches gegen die Demokratie in Chile politische Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus betrieben werde. Er gab auch bekannt, dass sich am 30. April die Vorabendveranstaltung zum 1. Mais mit dem Thema „AfD und die Gefahr für die Demokratie“ beschäftigen werde. Hierzu habe sich wie jedes Jahr wieder das Bündnis gegen Naziaufmärsche, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD, die Wormser Arbeitsloseninitiative, DGB Ortskartell Worms und die VVN-BdA entschieden.
Allgemeinwohl stärken
Zudem wurde auf der Mitgliederversammlung der Antrag zur Weiterleitung an die Bundeskonferenz verabschiedet: „Gerechtere Gesellschaft – Stärkung des Allgemeinwohls, zur Bekämpfung des Rechtsextremismus“ indem unter anderem die Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro bis 2026, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, mehr Mitbestimmung in den Betrieben, die Umgestaltung der Bundesagentur für Arbeit in eine Bildungsagentur, Stärkung der Tarifbindung gefordert wird.
„Eine der Ursachen, dass die AfD in Umfragen horrende Zuwächse verzeichnet, ist die wahrgenommene Ungerechtigkeit in der Gesellschaft. Eine gerechtere Gestaltung der Rahmenbedingungen, könnte Ängste eindämmen, mehr Sicherheit durch die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen bringen“, begründen die Aktiven ihren Antrag.