TIERGARTEN WORMS: Weiterhin geschlossen / Finanzielle Lage angespannt / Personelle Versorgung der Tiere sichergestellt
„Hoffen auf wichtige Wende"
Die Bergschafe konnten die große Wiese im Tiergarten für sich erobern und wurden kurzerhand als Landschaftsgärtner eingesetzt.
Laut Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 16. April bleiben u.a. zoologische Einrichtungen zunächst bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Mit dieser Maßnahme und weiterer anhaltender Beschränkungen sollen die Infektionsketten noch besser kontrollierbar bleiben. Seit der Schließung aller öffentlichen Einrichtungen in Worms am 14. März hat der Tiergarten großes Verständnis durch seine treuen Besucher und Tiergartenfans erfahren. Durch die einheitliche und konsequente Vorgehensweise der Stadt war dies für die Bürger sehr schnell nachzuvollziehen.
Seitdem sind auch die Tiergartenmitarbeiter aufgefordert soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, um die weitere Ausbreitung des Virus unter den Mitarbeiter zu verhindern und vor allem auch, um so die Versorgung der Tiere sicherzustellen. Im Tiergarten ist daher ein Pandemieplan in Kraft getreten – ein wichtiges Instrument, das Dienstpläne, Pausenzeiten und Hygienemaßnahmen und vieles mehr regelt und eine einheitliche Arbeitsgrundlage schafft. Der Tiergarten bietet dabei genügend Raum, um den Mindestabstand der einzelnen Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Schichten eingeteilt sind, einzuhalten. Bei einem personellen Ausfall kann so die Versorgung der Tiere sichergestellt werden. Die Mitglieder des Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. und auch das Rentnerteam sind derzeit nicht im Tiergarten anzutreffen. Allerdings erfährt der Tiergarten große Unterstützung, beispielsweise durch Michaela Schmitt, stellvertretende Geschäftsführerin des Freundeskreises, die aus dem Homeoffice heraus Patenanfragen bearbeitet und dabei hilft, weiterhin Gelder zu generieren.
Dauer der Schließung nicht vorauszusehen
Der finanzielle Schaden ist derzeit nicht zu beziffern, die Dauer der Schließung ist noch nicht vorauszusehen, auch nicht, wann und mit welchen Restriktionen die Wiedereröffnung möglich sein wird. Für den Tiergarten ist es daher unermesslich wichtig, Unterstützung zu bekommen. Die finanzielle Lage ist angespannt, denn die gemeinnützige Gesellschaft finanziert sich durch Besuchereinnahmen. Das Frühjahr ist dabei eine der besucherstärksten Zeit – das Wetter ist freundlich, es gibt jede Menge Jungtiere zu bestaunen und der Ausflug in die Natur und an frischer Luft führt viele Familien in den Tiergarten.
Mehr Auslauf und besondere Aktionen
Viele Tierarten, wie die Bergschafe, kommen in den Genuss eines größeren Geheges, sie wurden kurzerhand für die Landschaftspflege eingesetzt und konnten die große Wiese inmitten des Tiergartens für sich erobern. Wo die Möglichkeit besteht, erhalten die Tiere mehr Auslauf und besondere Aktionen im Rahmen der Tierbeschäftigung. Die Tierpfleger lassen sich hier immer etwas einfallen und werden auch regelmäßig Impressionen einfangen. Die Gesamtumstände schmerzen das Tiergartenteam weit über die Tiergartenbelange hinaus. Richtet man den Blick nach Innen und fragt die Mitarbeiter, so vermissen sie vor allem den Kontakt zu den Besuchern, ihre neugierigen Fragen und das freundliche Miteinander. Es sei „gespenstig ruhig“, beschreibt Tiergartenleiter Marco Mitzinger die Situation. „Wir hoffen darauf, dass bald die wichtige Wende für uns kommt.“
Spendenkonto
Das Tiergartenteam möchte sich an dieser Stelle für die Anteilnahme, die es seit der temporären Schließung zur Eindämmung des Corona-Virus COVID-19 erfahren hat herzlich bedanken! Derzeit ist es wirklich wichtig, Unterstützung zu bekommen. Die finanzielle Lage ist extrem angespannt, denn der Tiergarten finanziert sich durch die Besuchereinnahmen. Als gemeinnützige Gesellschaft ist der Tiergarten Worms auf Hilfe durch Spenden angewiesen! Spendenkonto: IBAN DE84553500100022040414