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Mo., 17. Februar 2020, 11:30 Uhr
Im Test beim Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim II fehlen VfR Wormatia Worms bei 0: 3-Niederlage „nur“ die Tore
Hoffenheim trifft, Wormatia nicht
Der lange verletzte Luca Graciotti kommt in der Vorbereitung auf die Restsaison 2019/2020 immer besser in Schwung. Im Testspiel bei der spielstarken TSG Hoffenheim II belebte der 27-Jährige das offensive Mittelfeld der Wormaten mit seinem ausgeprägten Vorwärtsdrang. Foto: Marcus Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Fußball sei ergebnisorientiert. Sagt man. Nimmt man das als Prämisse des wohl populärsten Sports der Welt, dann hätte der VfR Wormatia Worms sein Testspiel bei der TSG Hoffenheim II ziemlich in den Sand gesetzt. 0:3 (0:1) verlor der Tabellenfünfte der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar beim Tabellensiebten der Fußball-Regionalliga Südwest zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel 2020 Ende Februar bei SV Eintracht Trier. Das „nackte“ Resultat indes gibt die wahren Aufschlüsse über den Stand der Vorbereitung bei den Wormaten nicht wieder. „Wir haben eine wirklich gute erste Hälfte hingelegt, waren voll im Spiel gegen einen sehr starken Gegner“, zeigte sich Kristjan Glibo mit der Leistung seiner Truppe im Duell zweier fußballerisch guter junger Mannschaften durchaus einverstanden. Was dem 37-jährigen Trainer des VfR lediglich fehlte, waren die Tore. „Wir haben uns nicht belohnt für eine prima Vorstellung, während Hoffenheim fast alles an Chancen nutzte.“
Wormatia erspielt sich zahlreiche gute Gelegenheiten
Gegenüber dem erfolgreichen 5:1-Testspiel gegen den Oberligisten Neckarsulmer Sport-Union musste Kristjan Glibo auf zwei Positionen umstellen. Clirim Recica spielte für den verletzten Maurizio Macorig (Muskelfaserriss) hinten in der Viererkette, für den im Training umgeknickten Winter-Neuzugang Kazuki Kamikawa rückte Simon Joachims ins offensive Mittelfeld auf. Dennoch drückten die Gäste sogleich mächtig aufs Tempo. Nach zwei Minuten setzte Jan Dahlke eine Freistoß-Flanke per Kopf über den Kasten, ehe ein Schuss von Luca Graciotti knapp am langen Pfosten vorbei zischte (11.). Worms war die aktivere zweier attraktiv nach vorne spielenden Teams und hatte durch einen Kopfball von Andrej Ogorodnik (30.) und einen Heber auf die Latte von Sturmtank Jan Dahlke (35.) weitere dicke Chancen zur Führung. „Ich hätte sehr gerne gesehen, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn wir die 1:0-Führung erzielt hätten“, haderte Kristjan Glibo ein wenig ob der vielen ausgelassenen Gelegenheiten.
Hoffenheim ist effektiveres Team
Im Fußball aber oft gesehen: Wer seine Chancen nicht nutzt, hat meist das Nachsehen. Zwar konnte VfR-Torwart Kevin Urban zunächst noch einen Elfmeter der TSG parieren (37.), doch wenig später traf Hoffenheims Rui Jorge Monteiro Mendes zum glücklichen 1:0 (39.). Mehr noch: die effektivere Mannschaft legte nach. Ein abgefälschter Freistoß von Franko Kovačević kullerte zum 2:0 in die Maschen (57.). Und auch ein Pfostentreffer durch Simon Joachims (60.) und ein satter Schuss von Lennart Grimmer (65.) konnten nicht für den verdienten 2:1-Anschluss sorgen. So stellte Domenico Alberico den 3:0-Endstand her (72.). „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider“, stellte Kristjan Glibo fest, denn: „Wir hätten eigentlich zwei oder drei Tore erzielen müssen.“ Auf der Anzeigetafel blieb es aber beim 3:0, obwohl sich Wormatia beim Regionalligisten in guter Verfassung präsentierte. Freitagabend (19:00 Uhr) hat die Glibo-Elf im letzten Test nach der Winterpause gegen den Nordbaden-Verbandsligisten FV Fortuna Heddesheim Gelegenheit dazu, auch wieder eigene Treffer zu erzielen.