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  • Mo., 02. November 2015, 12:07 Uhr
    Dr. Mahlagha Samadi wird von Evangelischen Dekanat für herausragendes Engagement ausgezeichnet

    Hoffnungsträgerin mit Luthermedaille gewürdigt

    Alexander Ebert (rechts) übergab am Freitagabend gemeinsam mit Dekan Harald Storch und Anne Fennel (von links) die Medaille an Dr. Mahlagha Samadi.


    Gerade in der jüngsten Zeit engagieren sich immer mehr Menschen für das Wohlergehen von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Tätigkeiten sind besonders wichtig für ein gutes Miteinander. Genau jenes überdurchschnittliches haupt- und ehrenamtliches Engagement, das Eintreten für soziale Belange und andere Leistungen zur Gestaltung des Gemeinwesens, werden einmal jährlich vom Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau mit der Luthermedaille gewürdigt.

    Dr. Mahlagha Samadi wurde am Freitagabend in der Magnuskirche für ihren langjährigen herausragenden Einsatz in der Flüchtlingshilfe und Migrationsberatung des Diakonischen Werkes, mit dieser Medaille ausgezeichnet. Zur festlichen Verleihung erschienen zahlreiche Menschen, die Samadi auf ihrem bisherigen Lebensweg begleitet und unterstützt hatten. Mit den Worten „unermüdlich, unerschrocken und äußerst fachkompetent“ beschrieb die Leiterin des Diakonischen Werks Worms-Alzey Anne Fennel den Einsatz der Hoffnungsträgerin Samadi. Sie sei nicht nur durch ihren eigenen persönlichen Migrationshintergrund eine gute Ansprechpartnerin, sondern ebenso eine wichtige Mahnerin mit langjähriger Berufserfahrung und besitze eine große Menschenliebe. Im Jahr 1952 wurde Mahlagha Samadi in Kermanshah, Iran geboren. Sie schloss in Teheran ihr erstes Studium ab und studierte von 1978 bis 1984 in Mainz islamische Philologie und Iranistik. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität, beriet sie Menschen in einem Heim für Asylbewerber, gab Nachhilfeunterricht und war in der Familienhilfe tätig, nachdem sie sich bereits ehrenamtlich in diesen Bereichen engagiert hatte. Nebenberuflich schloss sie im Jahr 2001 die Diplomprüfung zum Studium Sozialarbeit ab.

    Insgesamt elf Jahre war die gebürtige Iranerin für Migrationsberatung und -sozialarbeit im Diakonischen Werk Worms-Alzey verantwortlich bevor sie 2012 in den Ruhestand ging. Doch auch weiterhin setzte sie sich ehrenamtlich für Menschen mit Migrationshintergrund ein, indem sie ihnen dabei half, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dr. Samadi hat gezeigt, „dass es Menschen gibt, die mit anpacken ohne eine Gegenleistung zu erwarten und für die Mitmenschlichkeit eine Selbstverständlichkeit darstellt“ erläuterte Präses Alexander Ebert bei seiner Ansprache. Auch Dekan Harald Storch brachte seine Anerkennung bei der Übergabe der Medaille zum Ausdruck. „Auch in den nächsten Jahren wird das Evangelische Dekanat Menschen auszeichnen, die sich in besonderer Weise und über die Ebene der Kirchengemeinde hinaus um die Erfüllung des kirchlichen Auftrages verdient gemacht haben“, erläuterte Ebert abschließend. Im Jahr 2012 wurde die Medaille, welche nach Martin Luther benannt wurde, zum ersten Mal verliehen.

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