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  • Fr., 26. August 2022, 10:31 Uhr
    EXPERTENRAT: Wie man sich im privaten, öffentlichen und virtuellen Umfeld schützen kann

    Hohe Dunkelziffer bei Trickbetrug

    Enkeltrick? Auf einen falschen Polizeibeamten hereingefallen? Wie blöd kann man nur sein und das nicht merken... das würde einem selbst nie passieren. Betrug ist etwas, was nur die anderen trifft – so denken viele Menschen. Doch wie schnell jeder einzelne zum Opfer von Betrugsmaschen werden kann, wissen der Sicherheitsberater für Senioren der Stadt Worms Norbert Hierse und Sabine Batz von der Polizeiinspektion Worms. Beide waren eingeladen, im Gerd-Lauber-Haus der Arbeiterwohlfahrt zu sensibilisieren.


    Obwohl viele Bürger schon gewarnt sind, nehmen betrügerische Straftaten trotzdem zu. „Es gelingt Betrügern leider immer wieder, hohe Geldsummen oder Wertgegenstände zu erbeuten“, eröffnete AWO-Kreisvorsitzender Hans Herbert Rolvien.


    „Trickbetrug trifft mehr als nur Alte“, begann Norbert Hierse seinen Vortrag. Vermutlich gebe es zudem eine sehr hohe Dunkelziffer. „Die Leute trauen sich oft nicht, etwas zu sagen, und sind mit ihrem Elend allein.“ Seitens der Polizeiinspektion warnt Sabine Batz: „Die Tricks der Täter sind vielfältig.“ Doch man könne sich gegen Trickbetrüger schützen. Beide Experten und auch Gäste gaben anhand aktueller Beispiele Hinweise zu Vorgehensweisen der Straftäter sowie Ratschläge, wie man Trickbetrug rechtzeitig erkennen und man sich schützen kann.


    Niemals auf ein „Ratespiel“ einlassen, wer anruft – sondern stattdessen das Gegenüber auffordern, selbst seinen Namen zu nennen. Immer dann besonders misstrauisch sein, wenn man am Telefon zu familiären oder finanziellen Verhältnissen befragt wird. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Ein echter Verwandter oder Freund wird das verstehen. Ausschließlich unter altbekannten Telefonnummern zurückrufen. Angebliche Bitten und Forderungen mit ausreichend Zeit gründlich überdenken. Sich nicht unter Druck setzen lassen und Rücksprache mit nahestehenden Personen nehmen. Niemals Geld an eine unbekannte Person übergeben!


    Wer den eigenen Vornamen im Telefonbuch abkürzen lasse, entziehe Tätern eine Grundlage, auf die eigene Person aufmerksam zu werden. Wer unsicher sei und Zweifel an der Echtheit des Anrufers hat, könne auch die 110 der Polizei anrufen, so die beiden Experten abschließend.

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