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  • Mi., 16. Juli 2014, 16:46 Uhr
    1: 0-Sieg gegen den Bezirksliga-Rivalen ASV Nibelungen Worms / Dritter wurde überraschend B-Ligist TuS Hochheim / SV 1914 Pfeddersheim war ein vorbildlicher Ausrichter

    Horchheim wurde nach 28 Jahren wieder einmal Wormser Fußball-Stadtmeister

    Nach 28 Jahren konnten sich diesmal die „Jungen Wilden“ des SV Horchheim wieder in die Chronik der seit dem Jahr 1968 in Folge ausgerichteten Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft eintragen. Foto: Klaus Diehl


    VON KLAUS DIEHL Nachdem sich der Oberligist TSG Pfeddersheim durch den Einsatz zweier erst ab dem 1. Juli spielberechtigter Akteure selbst als Favorit aus dem Rennen der 47. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft – trotz eines 21:1-Kantersieges gegen den B-Ligisten SV Suryoye Worms – kegelte, verlief die 47. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft spannend bis zur letzten Minute. 

    Da hatten viele Fußball-Experten den Landesligisten VfR Wormatia U23 als leichten Favoriten gesehen, die jedoch im Halbfinale gegen den späteren Stadtmeister 2014 SV Horchheim nach Elfmeter-Schießen mit 6:7 das Nachsehen hatten. Glück hatte auch der zehnfache Rekord-Stadtmeister ASV Nibelungen Worms, der im Halbfinale gegen den B-Ligisten TuS Hochheim glücklich mit 8:6 erst nach Elfmeter-Schießen die Oberhand behielt.

    Beide Mannschaften neutralisierten sich zunächst
    Unter der Leitung des guten Schiedsrichters Patrick Simon (Wonsheim) tat sich lange Zeit nichts Gravierendes auf dem gut bespielbaren Rasenplatz des SV Normannia Pfiffligheim.

    Da ließ die Innenverteidigung mit Andreas Tillschneider und Robin Rauscher auf SVH-Seite und Simon Asiamah Bekoe und Niko Graber auf ASV-Seite nichts zu. 

    Die Nibelungen waren es, die zuerst mehr den Turbo nach vorne einschalteten und sich, angetrieben von Rico Renner – der einstige Wormate war in den ersten 45 Minuten der auffälligste Spieler im Mittelfeld – allmählich die Majorität auf dem Platz erkämpften und zur Pause durchaus eine Führung verdient gehabt hätten. „Da haben wir es versäumt ein Tor vorzulegen“, so ASV-Trainer Wissam Abdul-Ghani nach Spielschluss. 

    Die größte Möglichkeit verhinderte ausgerechnet Simon Asiamah-Bekoe, der bei einem Hinterhaltschuss von Nedat Hajra aus kurzer Distanz mit seinem Körper den Weg in das SVH-Tor verbaute. 

    Da wäre der tüchtige Neuzugang Danny Bender im SVH-Tor sicherlich geschlagen gewesen, der sich bei einem Freistoß von Sascha Ben Omrane auszeichnen konnte.

    Rico Renner (2. v. l.) war vor der Pause auffälligster Akteur im Mittelfeld des ASV Nibelungen. Foto: Klaus Diehl


    Die „Jungen Wilden“ finden nach der Pause mehr und mehr den Vorwärtsgang
    SVH-Coach Martin Göres forderte seine junge Truppe in der Pause offensichtlich zu mehr Mut nach vorne auf und in der 53. Minute rettete der Pfosten für den Nibelungen-Keeper Martin Gaspar bei einem Schuss aus etwas 16 m durch den wieselflinken SVH-Youngster Alex Dorn. Glück zusätzlich, als Ronald Opoku den Nachschuss die Latte streifend über das Tor jagte.

    Nun waren die SVH-Youngster die spielbestimmende Mannschaft, wobei im weiteren Verlauf Ronald Opoku und Ömer Bozkaya bei zwei Treffern knapp im Abseits standen. Auch konnte der Nibelungen-Keeper einen Schuss von Dominik Schwarz bravourös zur Seite abwehren. In der 67. Minute war er aber machtlos, als eine gut getimte Flanke des auffällig spielenden Ronald Opoku in den Nibelungen-Strafraum segelte und der enteilte Alex Dorn aus wenigen Metern das runde Spielgerät zur Freude seiner Mitspieler unhaltbar im ASV-Tor versenken konnte. Auch in der Schlussphase waren die „Jungen Wilden“ einem zweiten Tor näher, zumal bei den Nibelungen Nedat Hajra (50.) und später auch noch Alex Fischer und Özgür Yilmaz verletzt oder auch erschöpft ausgewechselt werden mussten. 

    Lediglich Sascha Ben Omrane scheiterte in der 84. Minute mit einer guten Möglichkeit zum Ausgleich am glänzend parierenden Danny Bender im SVH-Tor. Zu allem Unglück sah ASV-Kapitän Niko Graber (83.) wegen wiederholtem Foulspiels die Ampelkarte. Trotzdem bei allem Einsatz blieb die Partie stets im Rahmen des Erlaubten und auch nach dem Schlusspfiff herrschte eine kameradschaftliche Atmosphäre auf dem Platz. Lediglich der Ex-Horchheimer Jakob Keil agierte nach seiner Einwechslung in der 64. Minute wohl etwas zu übermotiviert, was sich aber schnell wieder legte.

    Lob für Sieger, Verlierer sowie für den Ausrichter SV 1914 Pfeddersheim
    Fazit: Ein letztlich nicht unverdienter Sieg für den SVH im Duell zweier gerade abgestiegener Landesligisten in einem äußerst spannenden Spiel. Das war auch die Meinung von Oberbürgermeister und Schirmherr Michael Kissel, vom Wormser Sportdezernenten Uwe Franz, dem Fußball-Kreisvorsitzenden Lothar Renz und Dieter Meng, dem 1. Vorsitzenden des SV 1914 Pfeddersheim. Für diesen gab es Lob von allen Seiten für die reibungslose Ausrichtung dieser 47. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft auf dem Rasenplatz ihres Brudervereins SV Normannia Pfiffligheim, hat man doch in Pfeddersheim keinen Platz für die 14er.

    Konditionell und läuferisch war nach der Pause zu erkennen, dass die Schützlinge von SVH-Coach Martin Göres schon weiter sind, als die Grünhemden aus dem Wormser Norden, die bis zum Saisonbeginn noch zulegen müssen. 

    Mit den etlichen neuen Spielern scheint die Mannschaft durchaus mehr Potenzial zu haben als im Abstiegsjahr. Doch muss hierbei die Fitness auch für mindestens 90 Minuten stimmen. Für die „Jungen Wilden“ sollte dieser Sieg Auftrieb sein, in der anstehenden Bezirksliga-Saison durchaus im oberen Bereich mitspielen zu können. 

    Mit Robin Rauscher, dem erfahrenen Heimkehrer Dennis Völkner, einem gut aufgelegten Ronald Opoku, Neuzugang Ömer Bozkaya und den beiden ganz „Jungen Wilden“ Dominik Schwarz und Alex Dorn zeichneten sich besonders positive Aspekte ab. Übrigens ist der 1. SVH-Vorsitzende Wilfried Adelfinger ein Überlebender der letzten Horchheimer Stadtmeister-Elf aus dem Jahr 1986 beim Ausrichter TuS Hochheim. Bis dahin hatten sich die Vorortler bereits fünfmal in der Chronik der Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft verewigt, ehe am letzten Samstag nach 28 Jahren endlich das halbe Dutzend vollgemacht werden konnte. 

    Da strahlte er zusammen mit seinen Vorstandskollegen, Trainer Martin Göres und seinen Assistenten Heinz Mack und dem sportlichen Leiter Eckhard Lander auch absolut zu Recht.

    SVH: Danny Bender, Erik Hübler, Andreas Tillschneider, Alexis Luse, Robin Rauscher, Dennis Völkner (68. Patrick Adelfinger), Ronald Opoku (88. Kevin Mink), Ömer Bozkaya (78. Timo Metzmann), Florian Schapfel, Alex Dorn, Dominik Schwarz (90+2 Daniel Sälzer)

    ASV: Martin Gaspar, Mohammed Öztürk, Nico Graber, Simon Asiamah-Bekoe, Benny Montino, Thorsten Breth (64. Jakob Kiel), Alex Fischer (72. Tayoswa Lubuimi), Rico Renner, Özgür Yilmaz (78. Christopher Selzer), Sascha Ben Omrane, Nedat Hajra (50. Christopher Keitel).

    Da strahlte der SVH-Kapitän, als er nach 28 Jahren den großen Stadtmeisterpokal in Händen hielt, von links: Lothar Renz (Fußball-Kreisvorsitzender), Florian Schapfel, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sportdezernent Uwe Franz und Dieter Meng (1. Vorsitzender des SV 1914 Pfeddersheim). Foto: Klaus Diehl


     

     
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