Puppenfabrik Hertwig: Historischer Treff feiert am 25. September um 15 Uhr im Anna-Günther-Saal Premiere / Voranmeldung erbeten
Horchheimer Heimatfreunde machen Geschichte lebendig
Günter Hammerle (links) und Ingo Donsbach ist es ein großes Anliegen, die Geschichte ihrer Heimat einem interessiertem Publikum näher zu bringen. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN „Kein Verein, kein Beitrag, kein Muss”, erläuterten Günter Hammerle und Ingo Donsbach ihr Vorhaben, mit einem Historischen Treff von Zeit zu Zeit Interessierten die Möglichkeit zu bieten, in die bewegte Horchheimer Geschichte zurückzublicken. „Uns geht der Stoff nicht aus”, ergänzt Günter Hammerle, der sich bereits mit Ingo Donsbach im Bezug auf die 1250-Jahrfeier in besonderem Maße eingebracht hat.
Jetzt sollen in gewissen Zeitabständen historische Veranstaltungen durchgeführt werden. Den Auftakt am 25. September im Anna-Günther-Saal macht die Puppenfabrik Hertwig. Dabei wollen Hammerle und Donsbach gemäß dem Wunsch vieler Bürger, der bei zahlreichen Ortsführungen vorgebracht wurde, tiefer in die Geschichte eintauchen. In Horchheim wurden beispielsweise auch die ersten beweglichen Puppen in Deutschland hergestellt.
Die Puppenfabrik Hertwig fertigte von 1954 bis 1963 auf dem ehemaligen Gelände der Pfeiffer+Diller Essenfabrik mit 20 Festangestellten und 40 Heimarbeiterinnen unzählige Exemplare. Die Puppen wurden meist von landsmannschaftlichen Trachten bekleidet. Doris Alten, eine der Arbeiterinnen, erhielt damals einen monatlichen Lohn von 40 Mark, wie Hammerle sicher auch beim ersten Treff berichten wird.
Weitere Themen in Vorbereitung
Weitere Themen seien bereits in Vorbereitung, so Hammerle und Donsbach. Vom Dreizackweck als Gebildbrot, der jüdischen Ortsgeschichte mit zwei Synagogen, über das Leben der Elisabeth vom Fronhof und das Lacto-Werk. Warum die Horchheimer jährlich 200 Zentner Pflaumen nach England geliefert haben, ist eine Frage, der die beiden Heimatfreunde ebenfalls auf den Grund gegangen sind. Ganz zu schweigen von der bedeutenden Rolle, die die Gurke für die Eisbachtalgemeinde gespielt hat. „Es gibt noch viel zu berichten”, weiß Günter Hammerle.
In vierteljährlichem Abstand soll künftig der Historische Treff durchgeführt werden, „aber auch Ortsführungen zu wechselnden Themen sind nach Vereinbarung weiterhin möglich”, wie Heimatfreund Günter Hammerle betont. Zwecks besserer Planungen bitten die beiden Veranstalter für den Treff Ende September bei Neuem Wein und Zwiebelkuchen allerdings um eine Voranmeldung unter Telefon 06241/35368 (Günter Hammerle) oder 0171/9916589 (Ingo Donsbach).