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So., 05. März 2017, 20:56 Uhr
In der Nikolaus-Doerr-Halle gab es einen deutlichen 29: 18-Sieg über die Saarländer / Ab 1. Juli als eigenständiger Verein
HSG-Handballer ließen gegen Völklingen nichts anbrennen
Erstes Opfer des eigentlich verbotenen Trikotziehens der Handballer aus Völklingen, wurde HSG-Spielmacher und spätere Linksaußen Jörn Christmann (rechts). Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL Die Gastgeber der HSG Worms machten am Samstag von Beginn an deutlich, dass sie nach zuletzt zwei Niederlagen gegen SF Budenheim und HC Illtal, nicht gewillt waren, ein drittes Negativerlebnis in Folge zu kassieren. Zumal sie ohne Alexander Eusterholz, Christian Kulaszewicz und Florian Reichelt antraten und Jochen Schloss bereits nach 25 Minuten wegen seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Platz musste.
Besonders Torhüter Sascha Gieger hatte etwas gegen eine erneute Niederlage und stärkte seinen – zuletzt etwas verunsicherten Mitspielern – mit Glanzparaden am Fließband den Rücken. Damit zog er den Gästen in der Nikolaus-Doerr-Halle immer mehr den Zahn.
Obwohl ersatzgeschwächt, ließen seine Mitspieler in der Abwehr und im Angriff, eine steigende Tendenz gegenüber den letzten zwei Spielen erkennen.
Es war ein mehr als kampfbetontes Spiel, wobei nicht ganz nachvollziehbar scheint, weshalb die Gastgeber neun gegenüber den Gästen nur drei Zweiminutenstrafen, kassieren mussten. Darunter war auch eine gegen einen Betreuer aus dem Saarland.
Da schienen die beiden Schiedsrichter wohl mit zweierlei Maß zu messen, denn zerrissene Trikots gab es nur auf HSG-Seite zu sehen. Da schauten die Schiedsrichter wohl über die „Trikotzieherei“ der Saar-Sieben mehr als großzügig hinweg.
Dabei hatten es die auswärts mit bisher nur drei Punkten aufwartenden Völklinger Ballwerfer, gleich reihenweise auf die Trikots der HSG-Spieler abgesehen. So schien man diese in ihrem Tordrang bremsen zu wollen.
Die richtige Antwort gegeben
Kapitän Markus Metzdorf und seine Mitspieler gaben am Ende mit dem 29:18-Sieg die richtige Antwort. Bei einer besseren Ausnutzung eigener Torchancen hätte ein durchaus höheres Ergebnis herausspringen können.
Dennoch zeigte sich HSG-Trainer Gerd Zimmermann mit dem Spiel seiner Mannschaft nach außen zufrieden Er stellte besonders den Ehrgeiz und Einsatz aller seine Schützlinge heraus.
Immer die Führung vorgelegt
Die HSG-lerlegten stets eine Eintore-Führung vor, wobei Völklingen bis zum 5:4 in der 9. Minute noch mithalten konnte. Danach wurde der Vorsprung über 11:6 bis zur Pause auf 15:9 ausgebaut, wobei Kai Zimmermann, Markus Metzdorf und Lucas Gerdon die Hauptwerfer waren.
Die zweiten 30 Minuten begannen mit einem gehaltenen Siebenmeter durch Torhüter Gieger in der 34. Minute. Dies beflügelte seine Mitspieler derart, dass man bis zur 44. Minute auf 20:9 davonzog. Völklingen schien derart geschockt, dass sie erst unmittelbar danach wieder den Ball erstmals im zweiten Durchgang im Wormser Tor zum 20:10 und kurz darauf zum 20:11 unterbringen konnten.
Über 23:13 und 25:15 kam es zum Endstand von 29:18, wobei sich besonders Fabian Russ und Denis Markert in die Torschützenliste eintragen konnten. Am Ende war es ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Wormser Sieg, womit man den 5. Platz in der Tabelle mit Blickrichtung ganz nach oben verteidigen konnte.
HSG Worms hegt keine „Muss-Ambitionen“
Doch bei der HSG Worms hegt man in dieser Saison noch keine „Muss-Ambitionen“ auf die Meisterschaft. Soweit scheint man noch nicht, dennoch will man solange wie möglich in der oberen Tabellenhälfte mitmischen und den Fans möglichst viele spannende und gute Handballspiele zeigen. Auch will man die absoluten Meisterschaftsfavoriten ein wenig ärgern.
Die Mannschaft ist bisher schon einen Schritt weiter nach vorne gekommen Doch um in die 3. Liga aufsteigen zu können, muss sie sicherlich noch etwas zulegen. Doch für das Selbstwertgefühl ist es wichtig zu erfahren, dass die jeweiligen Gegner die HSG Worms beileibe nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen, sondern sie als eine „Sieben“ aus der oberen Etage in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar anerkennt.
Die HSG Worms, die ab dem 1. Juli diesen Jahres als selbständiger Verein HSG Worms e.V. spielt, hat im rheinland-pfälzischen Handballgeschehen bereits im zweiten Jahr in der Oberliga Rheinland-Pfalz einen guten Namen bekommen.