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  • Di., 14. Juli 2015, 15:18 Uhr
    4-jähriger Denilson aus Angola lernt im Klinikum nach erfolgreichen Operationen wieder Lachen

    Humanitäre Hilfe rettet Kinderleben

    Fühlt sich im Wormser Klinikum sichtlich wohl: Denilson aus Angola, der in der Kinderklinik von Stationsleiterin Annemarie Steinbach und Professor Dr. Jochen Blum sowie dem gesamten Schwestern- und Ärzteteam bestens betreut wird. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Wieder einmal hat sich das Klinikum Worms für die Kleinsten der Kleinen engagiert und mit dem 4-jährigen Denilson ein Kind aus dem Friedensdorf kostenfrei behandelt. Für den jungen Patienten aus dem südwestafrikanischen Angola mit schwersten Verletzungen an Knie und Oberschenkel endet damit ein langer Leidensweg.

    Die Kooperation zwischen Klinikum und Friedensdorf, das sich als caritative Organisation bereits seit 1967 für Kinder als unschuldige Opfer von Kriegen und Krisen einsetzt, habe eine lange Tradition, wie Professor Dr. Jochen Blum, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, erklärte. Eine Behandlung des Jungen in der Heimat hätte vermutlich zum Tod geführt, nahm der Mediziner Bezug auf die lebensbedrohliche Knocheneiterung des Kleinen. Neben den ausgeprägten Schmerzen kamen bei dem Jungen auch massive Behinderungen mit Gehunfähigkeit hinzu. „Ein schwerer Fall, bei dem wir gerne geholfen haben”, so Professor Blum. Die Strukturen in Angola seien nicht ausreichend, um selbst beim Überleben eine menschenwürdige Existenz zu ermöglichen. Zudem bereiteten Keime Probleme, weshalb Denilson zunächst unter Quarantäne stand, fügte Professor Jochen Blum an.

    Denilson sei, wie alle Kinder, die Opfer von Gewalt werden, stark traumatisiert. Es sei daher sehr erfreulich, dass sich der Junge in der fremden Umgebung schnell in die Situation eingefunden habe, ergänzte der Professor. „Mittlerweile spricht er sogar ein paar Worte deutsch”, freute sich Jochen Blum über den raschen Behandlungserfolg. In mehreren Operationen wurden vom Ärzteteam und den Schwerstern der Kinderklinik die Eiterherde saniert und die Kniefehlstellung beseitigt. Neben einer antibiotischen Therapie sorgt ein Implantat dafür, dass sich das Knie zunehmend stabilisiert, damit der 4-jährige bald im Friedensdorf in Oberhausen bis zur Rückkehr nach Südwestafrika weiter genesen kann.

    Auch die Kinderklinik hat den angolanischen Patienten längst ins Herz geschlossen. Stationsleiterin Annemarie Steinbach weiß um die Vorlieben des kleinen Jungen. „Nuggets und Fischstäbchen! Er mag aber auch sehr gerne Fleischwurst”. Das Klinikum sei zwar auch ein Wirtschaftsunternehmen, wie Bernhard Büttner, stellvertretender Verwaltungsdirektor, mitteilte. Gerne leiste man aber humanitäre Hilfe, um ein Kinderleben zu retten, betonte Büttner, dass die Zustimmung, den kleinen Denilson zu behandeln, nicht schwer gefallen sei. Weitere Informationen zur Arbeit des Friedensdorfes unter: www.friedensdorf.de

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